Über mich



Emily Byron by Vifetimes Photography

Wie kommt man auf die Idee, ein Buch zu schreiben?
Ehrlich gesagt, darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Der eine schreibt, weil er damit seinen Alltagsstress bewältigt, der andere, weil er hofft, damit mal den ganz grossen Hit zu landen. Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Blautöne des Meeres.

Schon früh wurde mir in vielen Dingen gesagt, ach komm lass mal, das kannst Du nicht.
Das war wie Wasser auf meine Mühlen. Egal, ob es Malen, Gesang, meine Berufswahl oder eben das Schreiben betraf, jede Ablehnung feuert/e mich umso mehr an. Zumindest, wenn ich selber der Überzeugung war/bin, es zu können.

Ein Buch zu schreiben war immer etwas, das einen hohen Stellenwert auf meiner To-Do-Lebensliste einnahm. Einmal eine Geschichte schreiben, die mehr als fünf Seiten hat, einfach nur, um mir selber zu beweisen, dass ich die Geduld, das Sitzfleisch und vor allem die Idee dazu habe. Einmal im Leben, bevor ich übern Jordan geh. Klingt makaber, ist aber so.

Immer und immer wieder hatte ich Ideen, die sich jedoch nie wirklich herauskristallisierten. Zumindest die Buchtitel hatte ich jedesmal bereits parat, nur die Seiten blieben leer.
Lieber dies und jenes machen.
Keine Geduld.
Mist.

Am 27.12.2009 war es plötzlich soweit.
Doing!
Aus dem Nichts traf mich die Idee wie ein imaginärer Vorschlaghammer und ich musste mich sofort an den Laptop setzen. Meine Finger glühten und die Worte flossen aus den Kuppen über die Tastatur wie unsichtbares Wasser durch das Keyboard direkt auf den Bildschirm. Eine feste Anordnung von Kapiteln gab es nicht, ich schrieb einfach und liess sich die Geschichte von selber entwickeln. Nicht selten nahmen während dem Schreiben die Geschehnisse auf dem Screen plötzlich ungeahnte Wendungen, so dass ich selber nicht wusste, was mich beziehungsweise meine Charaktere auf der nächsten Seite erwarten würde.

Dieses Abenteuer nahm mich so gefangen, dass innerhalb von nur drei Monaten das gesamte Skript stand. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie stolz ich auf mich war. Drei Monate Tastaturgeklapper am Abend ;-) Konzentration pur. Ihr glaubt gar nicht, wie anstrengend es ist, sich in eine Situation einzufühlen, die real nicht existiert, sondern lediglich vor dem inneren Auge Gestalt annimmt. Eine Unterbrechung gleich welcher Art kann dann für eine Szene natürlich tödlich sein.

Musik bildete hierbei ein wirklich wunderbares Inspirationsspektrum und ich entdeckte durch das Schreiben meine alte Liebe, den schweren, melodiösen, nicht selten auch morbid-tragischen Metal wieder. Musik besitzt mehr Kraft als manch anderes Medium und demjenigen, der sich ihr widmet, vermittelt sie nicht nur Emotionen und Empfindungen ungeahnter Intensität, sondern erweckt auch Charaktere mit all ihren Eigenheiten zum Leben.

Mir war wichtig, das auszudrücken, was mich täglich umgibt. Eine Seite, die lange im Verborgenen gehalten wurde und nun umso massiver an die Oberfläche drängt. Eine Seite, die ich selber erst neu kennenlernen muss.

Begleitet mich auf meiner Reise.
Es könnte wirklich interessant werden :-)

Emily Byron by Vifetimes Photography
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