Freitag, 24. April 2015

The Unity

The vow to you, an understanding,
no more lies, no more pretending.
Let us be
the unity.
No matter if the truth descending
is killing us.
We will be free.
 

Mittwoch, 15. April 2015

Von der Inflation des Begriffes Freundschaft

Freundschaften.
Das ist so ein schwieriges Thema...

Freundschaft bedeutet für mich, dass man jemanden Wert schätzt und für ihn da ist, wenn es ihm schlecht geht. Es bedeutet für mich, dass man sich gut versteht, trotz oder gerade wegen der vielen, individuellen Eigenheiten, und das unabhängig von äußeren Faktoren wie Zeit, Status oder sozialem Standing.
Manche Dinge sind für mich schwer in Worte zu fassen, auch wenn sie mir sonst spritzig aus den Fingern purzeln.
Vielleicht sollte ich das Pferd deshalb andersherum aufzäumen.

Freundschaft bedeutet für mich nicht, dass immer alles eitel Sonnenschein ist.
Es bedeutet für mich aber auch nicht, dass man auf sein Gegenüber verbal draufhauen kann, wenn das eigene Denken nur Schwarz und Weiss gestattet, während der andere die vielen Grautöne sieht.
Es bedeutet für mich nicht, sich alles gefallen lassen zu müssen, nur damit Ruhe im Karton und wenigstens einer von beiden zufrieden ist.

Eine echte Freundschaft, die verträgt auch mal einen sauberen Arschtritt.
Weil manchmal, da ist es mit einem "Eieiei" und rosa Wattebäuschchen einfach nicht mehr getan. 
Manchmal muss man sich selber positionieren, um den eigenen "Wert" klarzustellen.
Manchmal auch, um sich selber zu schützen.
Das ist dann der Punkt, an dem sich zeigt, was die Freundschaft wirklich aushält.
Und wieviel der andere zum nachdenken bereit ist.

Ich denke seit mehreren Wochen sehr viel nach.
Weil ich mich klar positioniert habe.
Die Erkenntnis daraus, zugegeben, die gefällt mir nicht.
Stellen muss ich mich ihr trotzdem.

Enttäuscht, so sagt ein kluges Sprichwort, kann man von Menschen immer nur dann werden, wenn man Erwartungen in sie setzt, die sie nicht erfüllen können.
Und genau das ist mir offenbar passiert.
Ich habe gedacht, manchen Menschen wäre meine Freundschaft genausoviel Wert, wie mir die ihrigen waren. Sind, nein das mag ich nicht mehr so ganz schreiben.
Gibt es möglicherweise etwas dazwischen?
Wer die Antwort darauf weiss, bekommt einen Keks.

Es gibt Menschen, die wollen echte Freunde.
Eine charmante Wienerin in meinem Leben, die kann da mit mir zusammen ein Lied von im Kanon singen. Was wir beide erlebt haben, war schwer genug, mit Jahre langer Funkstille und letztendlich doch einem Happy Ending. Weil wir beide über unsere Schatten gesprungen sind und es geschafft haben, hinter allem Geschehenen den Menschen fernab vom eigenen Ego zu sehen.
Wir haben uns wieder so gesehen, wie wir wirklich sind.
Es ist schön, dass wir das gemeinsam hinbekommen haben.

Dann gibt es Menschen, die wollen Bewunderer.
Man denkt, sie sind Freunde, und ja, sie sind in manchen Lebenslagen auch für einen da.
Sofern es für sie passt.
Eben nur solang, wie man keine Widerworte gibt und die Dinge nicht hinterfragt.
Dann nämlich ist Schluss.
Da wird sich auch nicht mehr bemüht.
Bisschen nachtreten noch, weils Spaß macht.
Der Schuhabdruck auf der Seele verblasst mit der Zeit.
Aber die Stelle wird nie mehr dieselbe sein.

Und dann gibt es noch die Menschen, die wollen Liebe.
Auf Teufel komm raus und um jeden Preis.
Das sind die Menschen, die diejenigen, die sie auserkoren haben, auf ein Podest stellen, das umso mehr wackelt, je höher es ist. Dass man davon irgendwann mit einem sauberen Schlag herunterfällt, ist die rein logische Konsequenz.
Dann schlägt die Zuneigung komplett um ins andere Extrem.
Und man selbst, die man einfach nur versucht hat, wieder ein Gleichgewicht herzustellen, muss erkennen, dass es niemals eins gegeben hat.

Freundschaft, so meine letztliche Konsequenz, das ist ein Wort, das ich in Zukunft nur noch sehr bewusst und sparsam dosieren werde.

Denn es verliert an Wert, je öfter man es benutzt.





Donnerstag, 9. April 2015

Irgendwann einmal oder Der unerfüllte Traum

In meinem Leben gibt es einen ganz besonderen Menschen.
Eigentlich zwei, doch heute will ich Euch nur von einem erzählen.
 
Es gibt da einen ganz besonderen Menschen, der mich durch Höhen und Tiefen begleitet hat.
Einen Menschen, der mir Schutz und manchmal auch Bedrohung war, der mir zeigte, wie das Leben läuft und mich gleichzeitig hier und da auch an den eigenen Schritten gehindert hat. 
Es gibt da diesen Menschen, der mich oft zum verzweifeln gebracht hat, und zu dem ich doch stets in liebevoller Bewunderung aufblick(t)e.
Einen Menschen, der immer versucht hat, sein Bestes zu geben, und dem ich dafür unendlich dankbar bin.
 
Wir zwei, ja, wir sind vom gleichen Schlag.

Gab es ein Abenteuer, das unseren Weg kreuzte, war unser gemeinsamer Schlachtruf stets
"Wir machen das!".
Auch heute noch lodert unser Feuer für das Ungewisse auf höchster Flamme.
Kein Weg zu weit, kein Ziel zu unrealistisch, kein Plan zu famos.

Geht nicht, gibts nicht. 
Wir machen das!

Doch in letzter Zeit stimmt mich etwas sehr, sehr traurig.
Dieser Mensch, der sein ganzes Leben darauf ausgerichtet hat, für sich und die Seinen ein bleibendes Fundament zu schaffen, hat vor langer Zeit damit auch eine Entscheidung gefällt, von der er bis vor Kurzem eigentlich gar nichts wusste.

Einmal die Panamericana entlangfahren, von Alaska bis Feuerland, einmal über die Route 66 brausen und sich die Fahrtluft vergangener Zeiten um die Nase wehen lassen.
Wie sehr wünscht er sich dies schon sein ganzes Leben, und doch hatte er die letzten Jahrzehnte vergessen, was sein Herz wirklich ersehnte.

Jetzt, einen entscheidenden Abschnitt in seinem Leben später, da erinnert er sich wieder.
Da fällt ihm auf einmal wieder ein, was er eigentlich noch alles machen wollte, und wie wunderbar es wäre, ein weiteres Abenteuer auf seinem Zeitstrahl zu verewigen. 

Auch, wenn er nicht viele Worte darum macht und sich tapfer nach außen gibt, so merke ich, wie es ihn niederschlägt, wenn er gewahr wird, wie sehr sein Traum inzwischen von ihm abgerückt ist.

Wenn ich könnte, ich würde alles nur Mögliche tun, um ihm diesen Wunsch zu erfüllen.
Dennoch weiss ich, dass dies nur ein Mensch zu tun vermag.
Und ich befürchte, dieser Mensch hat allmählich ausgeträumt.

Nehmt Euch die Zeit, Euch Eure Wünsche und Träume zu erfüllen - sonst nimmt sie die Zeit Euch irgendwann ab!
Lebt Euer Leben bewusst, und fragt Euch, ob das, was Ihr gerade tut, das ist, was Euch auch wirklich glücklich macht.
Wenn nicht - dann ändert es!
Jetzt!
Sofort!
Und vergesst bei allem nicht, dankbar für das zu sein, was Ihr bereits habt.

Das ist nämlich die andere Seite der Medaille.
Wie viele Wünsche und Begehren hegen wir Tag für Tag, und vergessen dabei doch, was wirklich wichtig ist.
Gesundheit, eine warme Wohnung, ein voller Kühlschrank.
Nachdem man mal eingekauft hat, versteht sich.

Dankbarkeit, da ich bin mir sicher, auch das verspürt dieser besondere Mensch.
Für sein Leben, seine Familie und das, was er bisher alles erreicht hat.
Dankbarkeit ist einer der Grundpfeiler eines erfüllten Lebens.

Und dennoch ist da dieser eine Traum.
Wenn Ihr nur seine Augen sehen könntet und das kleine Trillern in seiner Stimme vernehmen, wenn sie sich allein vor Freude an den Gedanken der großen Reise überschlägt.

Eines Tages, das verspreche ich Dir, da machen wir diese große Reise gemeinsam.
Du und ich.
Wir machen das.
Eines Tages.

Papa.