Montag, 28. Dezember 2015

Rettet die Reptilienauffangstation München!!!

Diesmal ein Beitragder anderen Art und wirklich unheimlich wichtig!

Die Münchner Reptilienauffangstation steht vor dem Aus. Zu verdanken hat sie das der Bayerischen Staatsregierung, die die Auffangstation erst ermutigt hat, im Rahmen eines Neubaus ein Grundstück zu erwerben. Man signalisierte stetig, man würde die Kosten für den anschließenden Bau durch eine Förderung übernehmen. Plötzlich aber dreht sich das Gesinnungsfähnchen im Wind der harschen Haushaltsdebatten. Jetzt auf einmal ist kein Geld mehr für die Reptilienauffangstation da, die nun aufgrund der bisherigen Gespräche finanzielle Verpflichtungen eingegangen ist, welche sie im Januar 2016 in den Ruin zu treiben drohen.

Dann verlieren über 1000 Tiere ihre Zuhause und 15 Mitarbeiter ihre Jobs.

Aber es gibt einen kleinen Funken Hoffnung. Wie mir soeben aus erster Hand mitgeteilt wurde, wird das Thema am 18.01.2016 bei der Klausurtagung der CSU auf dem Plan stehen.

Bis dahin braucht die Reptilienauffangstation noch jede Menge Untersützung!

Bitte unterschreibt die Petition auf der Seite der Reptilienauffangstation, hier der Link, oder bei Care2 den gerade gestarteten internationalen Aufruf auf Englisch - hier gehts lang.

Ausführliche Stellungnahmen und mehr könnt Ihr hier nachlesen.

Bitte teilt auch die Petitionen, ruft jeden dazu auf, zu unterschreiben - es tut nicht weh, man kanns auch anonym machen (bei Care2) und es hilft denen, die selber helfen, wo sie können.

Gemeinsam schaffen wir das!
Ich glaub an Euch.

Danke!

Donnerstag, 17. Dezember 2015

The Music Behind The Story

Ohne Musik geht bei mir selten was.
Klar, manche Kapitel "rutschen" einfach so aus den Fingern, das kommt immer auf die persönliche Stimmung und Tagesverfassung an. Auch schwierige und inhaltlich schwere Szenen können von Zeit zu Zeit ohne musikalische Untermalung Gestalt annehmen. Dafür sind jedoch absolute Konzentration und Abschottung von außen unbedingte Voraussetzung. Wie schnell klingelt dann schon mal der Postbote an der Tür, während man auf seinem Laptop gerade mitten in einem Massaker steckt. Man stelle sich das einfach mal bildlich vor (Kopfkino an). Meist nehme ich, bevor das überhaupt passieren kann, meine Kopfhörer und sage meiner besseren Hälfte, dass ich jetzt "off" gehe. Mitten in einer Szene gestört zu werden endet bei mir sonst in megaschlechter Laune. Das ist so, als würde man einen superspannenden Film sehen und wird mittendrin plötzlich des Kinos verwiesen. Ziemlich unprickelnd.
Fürs Schreiben habe ich einen gewissen Grundsoundtrack, aber auch einige spezielle Songs, die für mich ausschließlich zu den jeweiligen Büchern gehören. Ist das Manuskript fertig, kann ich diese Lieder beim nächsten Buch nicht wieder hören, denn dann passen sie nicht mehr. Kann man jetzt schrullig oder skurril nennen, ist es ehrlich gesagt wohl auch. Aber es funktioniert für mich, und nur das zählt, wenn am Schluß ein neues Buch dabei herauskommt.
Gestern, da fand ich drei Lieder, von denen ich sofort das Gefühl hatte, sie gehören zum neuen Buch (X). Und da kam mir die Idee, Euch mal in einer kleinen Playlist vorzustellen, welche Songs mir zu den einzelnen Romanen die richtigen Ideen verschafft haben.
Viel Spaß beim stöbern:


Auserwählt - Die Linie der Ewigen

Diary Of Jane / Dear Agony / So Cold  - Breaking Benjamin

Snuff - Slipknot

Animal I Have Become - Three Days Grace

April Rain - Delain

Disturbed - Forsaken

Slept So Long - Korn

Fully Alive / Arise - Flyleaf


Verraten - Die Linie der Ewigen

Ghost / Breaking The Silence - Darkhaus

Sex Hat Keine Macht - Oomph

Verrückt - Eisbrecher

Trauermarsch - Phase III

Spring / Dein Teil - Rammstein



Entfesselt - Die Linie der Ewigen

Osen Oсень / Мое Сердце / Posle Dozhdya - KIT I


Time / Время / Сердце - Tracktor Bowling

Сумерки - Слот (Slot)

Сентябрь - Stigmata


Side Effect Of Love - Darkhaus

The Villain - Poynte

Diamonds / Home Is Where The Heart Is - Any Given Day

Missing / This Close  - Flyleaf

Bet U Wish U Had Me Back / Familiar Taste Of Poison / I'm Not An Angel - Halestorm 

Chandelier - Sia


Buch X


Crash And Burn / Broken - Lifehouse

Hunger - Ross Copperman 

tbc.





Sonntag, 13. Dezember 2015

Vergess'nes Glück

Vergess’nes Glück

Der Kerzenschein voll ruhigem Schimmer
taucht die Nacht in glänzend Licht.
Welch traute Ruh erfüllt das Zimmer.
Des Baumes Schmuck im Angesicht

Der leuchtend Kinderaugen.
Friede
erwacht in jedem wartend Herz.
Auf dass zu Weihnachten die Liebe
Erfüllt die Erde.
Himmelwärts

Erstrahlt das Sternenzelt und weist
uns allen uns’ren Weg zurück
Zu dem, was schläft in unsrem Geist
In Alltags Hast.
Vergess’nes Glück. 


Wünsche Euch mit diesem gerade geschriebenen Gedicht einen
                                 wunderschönen, dritten Advent.

Freitag, 23. Oktober 2015

Kindle-Deal der Woche 23.10.-29.10.2015

Liegt


noch auf Eurem SuB
(Stapel ungelesener Bücher)? 

Vom 23.10.2015 bis 29.10.2015 ist


mit fantastischen
EUR 2,49
beim


dabei.

Na wenn das nicht die Gelegenheit ist 


Mittwoch, 7. Oktober 2015

Gewinnspiel

Bis 10.10.2015 habt Ihr noch die Chance, beim Gewinnspiel zu Entfesselt mitzumachen.

Einfach diesen Link anklicken, die Autoren-Seite liken, einen Kommentar unter dem Bild hinterlassen und schon könnt Ihr zwei richtig tolle Preise gewinnen.





1. Preis 
Laurins Rhodochrositanhänger in Echsilberfassung von Erikas Schmuckwerkstatt

2. Preis
Eine fetzige Taschentuchhülle (oder Täschchen für diversen Kleinkram - ich liebe meins!) im coolen Skull-Design von Romys Nähwerkstatt

Am 11.10.2015 werden die Gewinner auf Facebook bekannt gegeben.
Alles Weitere zum Gewinnspiel findet Ihr auf der Autoren-Seite bei Facebook unter "Info".



Viel Glück!

Freitag, 25. September 2015

Entfesselt - Danksagung

Heute ist es soweit!

Entfesselt - Die Linie der Ewigen ist endlich im Onlinebookstore Eurer Wahl erhältlich.

Die Mannschaft von eBook hat zum Start des dritten Bandes gleich ein Interview mit mir veröffentlicht, einfach nur schön.

Freut Ihr Euch auch so tierisch wie ich???

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken,die

* stets an mich geglaubt haben (ja, IHR seid gemeint ^^)
* mir Mut gemacht haben, wenn ich am verzweifeln war
* sich meine Ideen angehört haben
* mir ehrlich ihre Meinung gesagt haben
* mit mir in teilweise ziemlich abgefahrenen Zukunftsplänen
   geschwelgt haben
* mir geholfen haben, wann und womit auch immer sie konnten

sowie bei

* meinem Verlag Edel:eBooks mit seinem Hammerteam
* meiner Lektorin Annika Beer 
* allen weiteren Beteiligten für die tolle Zusammenarbeit
   (allein das Cover *schmacht)

und last, but not least

bei Euch, meinen Lesern, dass Ihr so sehr mit Aline und Daron mitfiebert.

Ihr seid die Besten!


Samstag, 19. September 2015

Entfesselt - Die Linie der Ewigen

Ab dem 25.09.2015 erfahrt Ihr endlich, wie es mit Aline, Daron und dem Clan der McÉags weitergeht. Eins kann ich Euch versprechen, es wird einige handfeste Überraschungen geben.

Apropos Überraschungen:
Im Zuge der kommenden Veröffentlichung von Band III habe ich mir ein, zwei schöne Sachen für Euch überlegt, welche ich Euch im Laufe der kommenden Tage mitteilen werde.

Heute dürft Ihr Euch über Folgendes freuen - den Trailer zu ENTFESSELT mit dem eigens für das Buch komponierten Song IN MY HELL von SILENT HOPE (wie cool ist das denn?!).

Viel Spaß beim anschauen und nur noch 6x schlafen ^^

Entfesselt - Die Linie der Ewigen from Emily Byron on Vimeo.

Sonntag, 6. September 2015

Liebster Award

Von ZeilenZauber erhielt ich heute die wunderbare Nominierung "Liebster Award":

"Darum geht es:
Die Blogger Initiative "Liebster Award" will tollen Blogs/Autoren zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Elf Fragen beantwortet der Nominierte, dann stellt er (oder sie) elf neue Fragen an seine empfohlenen Blogs/Autoren. Eine spannende Aktion, bei der wir die Menschen, die uns online begleiten, besser kennen lernen können."
Da sag ich doch von Herzen ein freudiges Danke
         
                                                                                                               
Hier kommen die Fragen von ZeilenZauber und meine Antworten:

1. Welches ist dein Lieblings-Genre?
    Fantasy mit einer guten Portion Horror im Gepäck.
    Also Fantahorror oder Horrantasy.
    Gibts das überhaupt schon? 
                                                                                                                                                 
2. Welchen anderen Hobbies außer Lesen frönst du?
    Da wären meine Tiere, Tauchen (leider nur im Urlaub möglich) und
    gerade versuche ich mich in meinen ersten Schritten als
    Motorradsozia. Bücher schreiben und bloggen habe ich jetzt nicht 
    gelistet, weil das ja streng genommen keine Hobbies (mehr) für  
    mich sind.

3. Welchen Autor / welche Autorin würdest du gern mal treffen und
     warum?
     Horst Lichter.
     Der kocht zwar mehr, als dass er schreibt, aber ich find den einfach
     knuffig.

4. Hast du schon einmal von einer Romanfigur geträumt?
    Öhm... nein.

5. Entscheidest du dich zwischen Printbuch und eBook oder geht für
    dich beides?
    Geht definitiv beides.

6. Erinnerst du dich an dein erstes selbst gelesenes Buch?
    Welches war das?
    Ich glaube, das waren die Bücher der
    Die habe ich erst neulich wieder gelesen - Zucker!!!
      

7. Woher nimmst du deine Inspirationen?
    Ich hab einfach einen sehr, sehr kranken Geist
    Nein im Ernst - keine Ahnung.
    Vielleicht bin ich als Kind in den Fantasietopf gefallen.

8. Wo möchtest du gern mal Urlaub machen?
     Mexiko, gesamter Asienraum, weitere Malediveninseln,
     Sanibel Island, Alaska und seit Neuestem Canada
     (wenn es sich mal ergibt)
   
9. Schaust du dir verfilmte Bücher an?
     Ab und zu.
     Okay eher selten.
     Liegt daran, dass ich generell wenig Zeit für Kino
     und Fernsehen habe.

10. Leben Haustiere bei dir?
     Hamsterdame Fanny
     Rennmausbuben Brain und Paluche (genannt Plüschi)
     die Meerschweinchendamen Wilma und Pebbles
     Diverse Fische, Zwerg- und Monstergarnelen.

11. Liest du lieber Serien oder „Stand alone“-Bücher?       
      Sowohl als auch.                                     


1) Was wünscht Du Dir für die Zukunft?
2) Wie erreichst Du Deine Ziele?
3) Lieber Musik oder Stille?
4) Ich lese gerade...
5) Hast Du je ein Buch weggelegt, weil es Dir nicht gefallen hat?
6) Wie gehst Du mit Kritik um?
7) Was war Dein letztes Reiseziel?
8) Ich könnte nicht leben ohne...
9) Ich wollte die Zeit anhalten, als...
10) Wasser oder Sprite?
11) Was weiss noch niemand von Dir?
 

Montag, 31. August 2015

Burberry für Flüchtlinge oder Wie ein Schal leise Verständnis schafft

Vor einigen Jahren traf ich Frau Z.
Frau Z. war schon sehr betagt, hatte einen ebenso alten Hund und litt unter einem starken Messiverhalten. Dies ging so weit, dass sie wegen massiver Geruchsbelästigung und noch Schlimmerem die Kündigung ihrer Wohnung erhielt. Letztlich musste sie zwangsgeräumt werden. Am Tag der Zwangsräumung war Frau Z. trotz vorheriger Betreuung unauffindbar. Meine Kollegin und ich machten uns große Sorgen und hielten immer wieder in München Ausschau nach ihr, da wir wussten, dass sie nun obdachlos war. Doch Frau Z. und ihr Hund blieben verschwunden.
Eines kalten Dezembertages erhielt ich den Anruf einer Kollegin aus einer anderen Organisation. Sie hatte Frau Z. und ihren Hund soeben am Hauptbahnhof gesichtet. Ich ließ alles stehen und raste sofort zum genannten Bahnsteig. Mehrmals lief ich das Gleis rauf und runter, bis ich Frau Z. schließlich unter der Rolltreppe fand. Ein bestialischer Gestank schlug mir entgegen. Ich blickte an Frau Z. herunter. Ihre Kleider waren fast nur noch Lumpen und ihre nackten Füße steckten in Sandalen, die sie gegen die Kälte notdürftig mit Zeitungspapier ausgestopft hatte. Nur mit Mühe und sehr viel Einfühlvermögen - hautpsächlich dadurch, dass ich die einzige Fremde war, die der Hund akzeptierte - schaffte ich es, Frau Z. davon zu überzeugen, dass sie dringend Hilfe benötigte. Die herberigerufene "Verstärkung" und ich überredeten Frau Z., mit uns zu einer Münchner Einrichtung zu gehen, in der sie sowohl ärztliche als auch anderweitige Versorgung erhalten sollte. Noch immer hatten wir alle Mühe, uns bei dem furchtbaren Gestank nicht zu übergeben. Als Frau Z. aufstand und sich auf die beiden anderen Helfer stützte - ich durfte den Hund betreuen - sah ich, was die Ursache war. Frau Z.'s Beine waren durch Wassereinlagerungen so stark angeschwollen, dass Haut und Fleisch die Unmengen an Flüssigkeit nicht mehr halten konnten und aufgebrochen waren. Notdürftig hatte sie versucht, ihre tiefen, eiternden Wunden mit einer handelsüblichen Heilsalbe zu versorgen. Die Menge des übelriechenden Wundwassers, das unablässig aus ihren durchlöcherten Waden tropfte, hinterließ kleine Pfützen auf den kalten Fliesen. Die Menschen auf dem Bahnsteig teilten sich vor uns wie das Rote Meer vor Moses, als wir Frau Z. und ihren Hund nach oben zum Transportwagen begleiteten. Viele gafften, aber kein einziger fragte, ob er vielleicht helfen könne. Eine Dame bedachte uns mit einem so angewiderten Blick nach dem Motto, wie man solchen Abschaum nur anfassen könne, dass ich mich dazu hinreissen ließ, ihr in betont ruhigem Ton nahezulegen, sie solle aufhören zu glotzen und beim nächsten Mal vielleicht lieber handeln statt gaffen.
Wir brachten Frau Z. gemeinsam zur Einrichtung. Während sie im ersten Auto fuhr, nahmen der Hund und ich ein Taxi. Frau Z.'s größte Angst war, eingewiesen zu werden und dadurch ihre treue Gefährtin zu verlieren. Wir mussten ihr versprechen, dass wir alles Mögliche tun würden, damit ihre Colliehündin bei ihr bleiben konnte. 
In der Einrichtung wurde Frau Z. hervorragend versorgt, während ihr Hund und ich draussen im Gang warteten. Die ganze Zeit über brachten viele Menschen jede Menge prallgefüllte Kleidersäcke für die Obdachlosen. Es waren offensichtlich sehr wohlhabende Leute, die pünktlich zu Weihnachten ihre wohltätige Ader entdeckt hatten. Besser jetzt als nie, dachte ich mir noch, während ich eingemummelt in meinen dunklen Woll-Kaschmirmantel mit der Hündin wartete. Plötzlich drückte mir eine der Frauen, die soeben noch mehrere Kleidersäcke abgegeben hatte, drei Zwei-Euro-Münzen in die Hand. Mir fiel erst die Kinnlade runter, dann sagte ich irritiert "Danke, aber ich bin nicht obdachlos, ich warte hier nur mit dem Hund auf seine Besitzerin." Die sehr betucht wirkende Frau lächelte mitleidig und drückte das Geld umso fester in meine Hand. "Ja natürlich. Dann ist es eben für den Hund." Sprachs, ging und ließ mich mit Hund, sechs Euro und einer gewissen Fassungslosigkeit zurück. Weder sah ich aus wie eine Obdachlose noch roch ich so. Und doch hatte mich diese Frau soeben als solche eingestuft. Wieso? Noch bevor ich das Ganze verdauen konnte, kam Frau Z. frisch verarztet, gesäubert und mit Sachen aus der Kleiderkammer rundum neu ausstaffiert die Treppe herauf. Ich dachte, ich würde nicht richtig sehen, als Frau Z. jetzt einen nigenagelneuen, echten Burberryschal um ihren vorhin noch so bibbernden Hals trug.
Ich gebe zu, für eine Sekunde kam mir der Gedanke, sie zu fragen, ob sie ihren Schal gegen meinen tauschen wolle. Schnell habe ich das wieder verworfen und ihr die kleine Geldspende zugesteckt.
"Frau Z., ja da schau her, schick schauen Sie aus."
Zum ersten Mal lächelte Frau Z. und nahm sich sofort ihres Hundes an.
"Ja, toll, nicht? Und neue Verbände habe ich auch."
Mit diesen Worten präsentierte sie mir stolz ihre eingebundenen Beine unter ihrer neuen Markenhose.

Die Moral von der Geschichte:
Ob Obdachlose oder Flüchtlinge - das Strickmuster von Leid und Elend ist immer gleich, lediglich die Schattierungen variieren.

Wer also das nächste Mal derart Betroffene mit Markenklamotten auf der Straße sieht und sich darüber aufregt, wie die sich das nur leisten können, so schlecht kanns denen ja dann doch nicht gehen - dem dürft Ihr gern die Geschichte von Frau Z. und ihrem Burberryschal erzählen.
Ich jedenfalls erzähle sie immer, sobald ich derartige Aussagen höre.
Sie hat schon so manchen Kommentar verstummen lassen.

[Frau Z. und ihr Hund wurden übrigens von den Kollegen mitgenommen und gemeinsam in einem Heim im Allgäu untergebracht, in dem die beiden hoffentlich heute noch zusammen leben.]

Verweisen möchte ich in diesem Zusammenhang auf die großartige Aktion Blogger für Flüchtlinge.

Samstag, 27. Juni 2015

A dog's true soul (Poem for Kerstin)



A dog’s true soul
(Poem for Kerstin)

A dog’s true soul will never leave
The place as home he used to know
His ghost remains over the grief
And bonds with love to you, although

You cannot see him, please be sure
He’s always at your mourning side
Your daughter’s soul, so crystal pure
Can feel him.

This is how he will abide.

Samstag, 6. Juni 2015

"Sag ihnen, dass ich da bin."

Heute Nacht war es wieder mal soweit. Lange war Ruhe auf meinem speziellen Kanal, so dass ich fast dachte, ich hätte meinen besonderen Sinn verloren. Jetzt weiss ich, dass in den letzten Wochen und Monaten einfach nur zu viele persönliche Veränderungen bei mir passiert sind, die mich blockiert haben, so dass meine Antenne nicht empfangsbereit gewesen ist.
Gestern Nachmittag hat eine junge Frau für immer ihren von langer Krankheit gezeichneten Körper verlassen, um endlich frei zu sein. Frei von Schmerzen, frei von der Gefangenschaft in einer Hülle, die in den vergangenen drei Jahren immer mehr unter der Last unserer Welt zerbrach und nun keine Kraft mehr hatte, die in ihr wohnende Seele zu halten.
Ich war heute Nacht auf L.'s Beerdigung. Es war irgendwo relativ abgelegen und die Kapelle nicht sehr groß. Viele junge Leute waren da, ihre Mama und - das konnte ich nicht richtig erkennen bzw. filtern - irgendein Mann (Onkel? Liebe L., tut mit leid, ich bin ziemlich aus der Übung). Es war ein offener Sarg, an den ich herantrat, als alle schon nach draußen gegangen waren. Sie drehte den Kopf zu mir, öffnete die Augen und ihr erster Satz (wie gesagt, ich bin etwas eingerostet) war etwas wie "Scheiße, jetzt ist es also doch passiert."
An das darauf folgende Gespräch kann ich mich nicht mehr richtig erinnern, denn L. begann wie ein Wasserfall auf mich einzureden. Sie hatte ein immenses Mitteilungsbedürfnis, es gab soviel, was sie ihrer Familie und der Welt noch sagen wollte. Mich hat das in dem Moment schlicht dermaßen überfordert, dass mir nahezu die Leitungen durchgeschmort sind, aber ich ließ L. weiter plappern. Es hätte in diesem Moment auch einfach keinen Sinn gemacht, ihren Redefluss stoppen zu wollen. Das stand mir genau genommen auch nicht zu.
Später stand ich bei L.'s Mama und diesem nicht näher bekannten Mann. Während hier die üblichen Kondolenzbekundungen ausgetauscht wurden, hüpfte L. wie ein kleiner Gummiball um mich herum und drängte mich ununterbrochen, ihnen zu sagen, dass sie anwesend sei:
"Sag ihnen, dass ich da bin", wiederholte sie unablässig wie in einer Endlosschleife. Ich hatte Mühe, mich auf die beiden Lebenden gegenüber zu konzentrieren und flüsterte durch die Zähne nach rechts "L., ich kann ihnen jetzt nicht sagen, dass du hier bist. Du bist gerade gestorben, was meinst du, wie das aussieht, wenn ich ihnen jetzt mit sowas um die Ecke komme."
Gedanklich zeigte ich ihr dabei ein Bild auf, wie man mich mit Fackeln und Mistgabeln bewaffnet von der Trauerfeiert jagt. Daraufhin verstand L. und hörte auf, zu drängen. Sie wirkte geradezu bedröppelt, als täte es ihr Leid, nicht daran gedacht zu haben. In dem Moment verstand wiederum ich, dass dieser neue Zustand von L. noch nicht wirklich realisiert worden war. Sie fühlte sich immer noch als Lebende. Kann man ihr auch wirklich nicht verdenken, zumal ich sagen muss, dass noch nie eine so frisch Verstorbene den Kontakt zu mir gesucht hat. Es war auch noch nie so, dass die Szenerie konkret die Hinterbliebenen beinhaltete. Liebe L., damit hast du mich in dem Moment wirklich etwas überfordert.
Der Mama und dem Mann war in der Zwischenzeit allerdings nicht entgangen, dass ich mit jemandem sprach, der für sie nicht sichtbar war. Sie fingen an, nachzubohren, so dass ich irgendwann in echte Erklärungsnot kam. Daraufhin wies mich L. an, ihnen zu sagen, dass es ihr jetzt gut gehe. Sie werde in den nächsten Tagen versuchen, ihnen ein Zeichen zu geben, dass sie nach wie vor bei ihnen ist. Sie wusste noch nicht genau, wie dieses Zeichen aussehen wird, aber es wird irgendwas mit dem Himmel, einem Sonnenuntergang und etwas, das fliegt zu tun haben. Wenigstens das konnte ich mit sehr vorsichtig gewählten Worten übermitteln, um mich im Anschluss dann ganz schnell und ganz, ganz leise von der Szenerie wegzustehlen. Ich bekam noch mit, wie L.'s Mama und der Mann erst ziemlich benommen dastanden, als müssten sie das Gehörte erst verdauen (natürlich mussten sie das), und dann blickten sie beide gemeinsam zeitgleich zum Himmel.
...
Liebe L., ich möchte mich bei Dir entschuldigen, dass ich nicht in meiner besten Form war, als Du den Kontakt zu mir gesucht hast. Ich hoffe trotzdem, dass ich auf die ein oder andere Weise das weitergeben konnte, was Du vermitteln wolltest, und wünsche Dir für Deine Reise alles, alles Gute. Solltest Du nochmal reden wollen, dann bist Du jederzeit herzlich willkommen. Nur lass Dir damit noch ein klein wenig Zeit und gewöhne Dich erstmal an den neuen Zustand, damit auch Du das, was Dir auf dem Herzen liegt, besser filtern und dann umso klarer vermitteln kannst.
Du weisst ja jetzt, wo Du mich findest ❤

Samstag, 9. Mai 2015

Wilmas Tränen

Ihr Lieben,
diese Woche steht komplett im Zeichen von Hoffen, Bangen und ganz schlimmen Befürchtungen.
Wie Ihr wisst, haben wir ja einen halben Zoo daheim, unter anderem drei Meerschweinchen. Wilma, unsere Oma, hat sich am Tag des Buches bereits mit einer spannenden Lektüre auf Twitter und Facebook vorgestellt:


Seit Dienstag nun hängt ein Schatten auf unserer sonst so fröhlich wuselnden Kleintierbehausung. Wilma, mittlerweile ca. sieben Jahre alt, hatte - so Röntgen und Ultraschall - einen kleinen Blasenstein mit -gries und entsprechend auch eine Blasenentzündung. Aufgrund der Schmerzen hat sie offenbar aufgehört, zu essen. Für Meeris ein Umstand, der innerhalb kürzester Zeit (kürzer als bei anderen Tieren) zum Tod führt. Wer mehr dazu wissen will, kann sich gern bei DieBrain informieren. Ein aufgegaster Bauch ist die Folge. Seit Dienstag also behandeln wir rund um die Uhr und füttern zu. Am Freitag stand erneut röntgen auf dem Programm, der Stein und der Gries sind inzwischen ausgespült. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass wir den aufgegasten Bauch trotz Spezialmittel und Päppeln nicht weg bekommen. Seit gestern nun versuche ich alle zwei Stunden, Medis und spezielle Aufbaunahrung mit der Spritze ins Mäulchen zu verabreichen, das klappt mal mehr, mal weniger gut. Ich versuche wirklich alles, und heute Morgen sah es so aus, als wenn unsere Oma sich nochmal fängt, auch einige Heuhalme wurden alleine geknabbert. Sei heute Nachmittag jedoch befürchte ich, dass Wilma sich aufgegeben hat. Das passiert bei den kleinen Fellbirnen (danke Barbara für den süßen Ausdruck) sehr schnell. Nichts geht mehr. Das Luxusbüffet wird links liegen gelassen.
Was mich zuvor bereits umgehauen hat - und mich da schon nichts Gutes ahnen ließ - war ein besonderer Vorfall beim vorletzten Zufüttern. Wilma lag im Handtuch eingemummelt bei mir auf dem Schoß, kein Gefiepse, alles ruhig und entspannt. Ich massierte ihr das kleine Bäuchlein ganz vorsichtig, damit der Darm in Bewegung kam (Meeris haben keine eigene Darmtätigkeit, sondern einen Stopfdarm). Plötzlich kullerte ihr aus dem linken Auge ein kleiner Wassertropfen. Ich dachte erst, es sei etwas anderes, und habe es weggewischt. Kurz darauf noch mal.

Da erst habe ich es erkannt - Wilma weinte.

Geistesgegenwärtig, wenn auch geschockt, habe ich das fotografieren können. Das Bild ist nur mit Wasserzeichen, sonst völlig originalbelassen:




Jedem, der jetzt meint, sie habe evtl was im Auge gehabt oder Schmerzen oder sonst was in der Art, dem kann ich versichern, dass dem in diesem Moment nicht so war. Bei Schmerzen hätte sie laut gemeckert und gefiept, aber es war ein vollkommen gelassener, entspannter Zustand. Es waren auch nur diese zwei kleinen Perlchen. Oft wird es berichtet, noch öfter wird es als Fake abgetan, heute habe ich es selbst live erlebt:

Tiere können weinen.

Sie leiden genauso wie wir, auch wenn wir Menschen es manchmal nicht sehen, verstehen oder einfach arrogant ignorieren. Ich befürchte, Wilma hat in diesem Moment einen endgültigen Entschluss gefasst. Seitdem geht nichts mehr. Ich hoffe sehr, dass wir das sanftmütigste Meerschweinchen der Welt nochmal retten können, aber mein Bauchgefühl und das Erlebte lassen diese Hoffnung schwer wie Blei auf den Grund meines Herzens sinken.

Weshalb ich Euch das schreibe - seht nicht weg, wenn ein Tier leidet!
Schreitet ein, wenn Ihr eine schlechte Haltung oder Misshandlung seht, auch wenn es sich bei dem Verantwortlichen um einen guten Freund (?) oder sogar ein Familienmitglied handelt.
Informiert Euch über das Leid in der sogenannten "Nutztierhaltung" und zieht daraus Eure Konsequenzen.
Behandelt unsere vierbeinigen Mitgeschöpfe mit Respekt und Rücksicht, so wie sie es verdienen (ich bin mir sicher, Ihr tut es bereits) und entscheidet auch mal, dass eine Anschaffung nicht in Frage kommt, wenn eine annähernd artgerechte Haltung nicht gewährleistet werden kann.

Und habt die Größe, Euch einzugestehen, wenn eine geliebte Seele nicht mehr länger hier verweilen möchte, um sie dann vor weiteren Schmerzen zu bewahren. Wir warten noch ab, was bis morgen wird.
Sollte es sich nicht bessern, wissen wir, dass es Zeit ist, Wilma gehen zu lassen.
Dann werden wir ihr einen würdigen Abschied schenken.

Das ist der letzte Liebesdienst, den wir Menschen einem treuen Wegbegleiter erweisen können.

Freitag, 24. April 2015

The Unity

The vow to you, an understanding,
no more lies, no more pretending.
Let us be
the unity.
No matter if the truth descending
is killing us.
We will be free.
 

Mittwoch, 15. April 2015

Von der Inflation des Begriffes Freundschaft

Freundschaften.
Das ist so ein schwieriges Thema...

Freundschaft bedeutet für mich, dass man jemanden Wert schätzt und für ihn da ist, wenn es ihm schlecht geht. Es bedeutet für mich, dass man sich gut versteht, trotz oder gerade wegen der vielen, individuellen Eigenheiten, und das unabhängig von äußeren Faktoren wie Zeit, Status oder sozialem Standing.
Manche Dinge sind für mich schwer in Worte zu fassen, auch wenn sie mir sonst spritzig aus den Fingern purzeln.
Vielleicht sollte ich das Pferd deshalb andersherum aufzäumen.

Freundschaft bedeutet für mich nicht, dass immer alles eitel Sonnenschein ist.
Es bedeutet für mich aber auch nicht, dass man auf sein Gegenüber verbal draufhauen kann, wenn das eigene Denken nur Schwarz und Weiss gestattet, während der andere die vielen Grautöne sieht.
Es bedeutet für mich nicht, sich alles gefallen lassen zu müssen, nur damit Ruhe im Karton und wenigstens einer von beiden zufrieden ist.

Eine echte Freundschaft, die verträgt auch mal einen sauberen Arschtritt.
Weil manchmal, da ist es mit einem "Eieiei" und rosa Wattebäuschchen einfach nicht mehr getan. 
Manchmal muss man sich selber positionieren, um den eigenen "Wert" klarzustellen.
Manchmal auch, um sich selber zu schützen.
Das ist dann der Punkt, an dem sich zeigt, was die Freundschaft wirklich aushält.
Und wieviel der andere zum nachdenken bereit ist.

Ich denke seit mehreren Wochen sehr viel nach.
Weil ich mich klar positioniert habe.
Die Erkenntnis daraus, zugegeben, die gefällt mir nicht.
Stellen muss ich mich ihr trotzdem.

Enttäuscht, so sagt ein kluges Sprichwort, kann man von Menschen immer nur dann werden, wenn man Erwartungen in sie setzt, die sie nicht erfüllen können.
Und genau das ist mir offenbar passiert.
Ich habe gedacht, manchen Menschen wäre meine Freundschaft genausoviel Wert, wie mir die ihrigen waren. Sind, nein das mag ich nicht mehr so ganz schreiben.
Gibt es möglicherweise etwas dazwischen?
Wer die Antwort darauf weiss, bekommt einen Keks.

Es gibt Menschen, die wollen echte Freunde.
Eine charmante Wienerin in meinem Leben, die kann da mit mir zusammen ein Lied von im Kanon singen. Was wir beide erlebt haben, war schwer genug, mit Jahre langer Funkstille und letztendlich doch einem Happy Ending. Weil wir beide über unsere Schatten gesprungen sind und es geschafft haben, hinter allem Geschehenen den Menschen fernab vom eigenen Ego zu sehen.
Wir haben uns wieder so gesehen, wie wir wirklich sind.
Es ist schön, dass wir das gemeinsam hinbekommen haben.

Dann gibt es Menschen, die wollen Bewunderer.
Man denkt, sie sind Freunde, und ja, sie sind in manchen Lebenslagen auch für einen da.
Sofern es für sie passt.
Eben nur solang, wie man keine Widerworte gibt und die Dinge nicht hinterfragt.
Dann nämlich ist Schluss.
Da wird sich auch nicht mehr bemüht.
Bisschen nachtreten noch, weils Spaß macht.
Der Schuhabdruck auf der Seele verblasst mit der Zeit.
Aber die Stelle wird nie mehr dieselbe sein.

Und dann gibt es noch die Menschen, die wollen Liebe.
Auf Teufel komm raus und um jeden Preis.
Das sind die Menschen, die diejenigen, die sie auserkoren haben, auf ein Podest stellen, das umso mehr wackelt, je höher es ist. Dass man davon irgendwann mit einem sauberen Schlag herunterfällt, ist die rein logische Konsequenz.
Dann schlägt die Zuneigung komplett um ins andere Extrem.
Und man selbst, die man einfach nur versucht hat, wieder ein Gleichgewicht herzustellen, muss erkennen, dass es niemals eins gegeben hat.

Freundschaft, so meine letztliche Konsequenz, das ist ein Wort, das ich in Zukunft nur noch sehr bewusst und sparsam dosieren werde.

Denn es verliert an Wert, je öfter man es benutzt.





Donnerstag, 9. April 2015

Irgendwann einmal oder Der unerfüllte Traum

In meinem Leben gibt es einen ganz besonderen Menschen.
Eigentlich zwei, doch heute will ich Euch nur von einem erzählen.
 
Es gibt da einen ganz besonderen Menschen, der mich durch Höhen und Tiefen begleitet hat.
Einen Menschen, der mir Schutz und manchmal auch Bedrohung war, der mir zeigte, wie das Leben läuft und mich gleichzeitig hier und da auch an den eigenen Schritten gehindert hat. 
Es gibt da diesen Menschen, der mich oft zum verzweifeln gebracht hat, und zu dem ich doch stets in liebevoller Bewunderung aufblick(t)e.
Einen Menschen, der immer versucht hat, sein Bestes zu geben, und dem ich dafür unendlich dankbar bin.
 
Wir zwei, ja, wir sind vom gleichen Schlag.

Gab es ein Abenteuer, das unseren Weg kreuzte, war unser gemeinsamer Schlachtruf stets
"Wir machen das!".
Auch heute noch lodert unser Feuer für das Ungewisse auf höchster Flamme.
Kein Weg zu weit, kein Ziel zu unrealistisch, kein Plan zu famos.

Geht nicht, gibts nicht. 
Wir machen das!

Doch in letzter Zeit stimmt mich etwas sehr, sehr traurig.
Dieser Mensch, der sein ganzes Leben darauf ausgerichtet hat, für sich und die Seinen ein bleibendes Fundament zu schaffen, hat vor langer Zeit damit auch eine Entscheidung gefällt, von der er bis vor Kurzem eigentlich gar nichts wusste.

Einmal die Panamericana entlangfahren, von Alaska bis Feuerland, einmal über die Route 66 brausen und sich die Fahrtluft vergangener Zeiten um die Nase wehen lassen.
Wie sehr wünscht er sich dies schon sein ganzes Leben, und doch hatte er die letzten Jahrzehnte vergessen, was sein Herz wirklich ersehnte.

Jetzt, einen entscheidenden Abschnitt in seinem Leben später, da erinnert er sich wieder.
Da fällt ihm auf einmal wieder ein, was er eigentlich noch alles machen wollte, und wie wunderbar es wäre, ein weiteres Abenteuer auf seinem Zeitstrahl zu verewigen. 

Auch, wenn er nicht viele Worte darum macht und sich tapfer nach außen gibt, so merke ich, wie es ihn niederschlägt, wenn er gewahr wird, wie sehr sein Traum inzwischen von ihm abgerückt ist.

Wenn ich könnte, ich würde alles nur Mögliche tun, um ihm diesen Wunsch zu erfüllen.
Dennoch weiss ich, dass dies nur ein Mensch zu tun vermag.
Und ich befürchte, dieser Mensch hat allmählich ausgeträumt.

Nehmt Euch die Zeit, Euch Eure Wünsche und Träume zu erfüllen - sonst nimmt sie die Zeit Euch irgendwann ab!
Lebt Euer Leben bewusst, und fragt Euch, ob das, was Ihr gerade tut, das ist, was Euch auch wirklich glücklich macht.
Wenn nicht - dann ändert es!
Jetzt!
Sofort!
Und vergesst bei allem nicht, dankbar für das zu sein, was Ihr bereits habt.

Das ist nämlich die andere Seite der Medaille.
Wie viele Wünsche und Begehren hegen wir Tag für Tag, und vergessen dabei doch, was wirklich wichtig ist.
Gesundheit, eine warme Wohnung, ein voller Kühlschrank.
Nachdem man mal eingekauft hat, versteht sich.

Dankbarkeit, da ich bin mir sicher, auch das verspürt dieser besondere Mensch.
Für sein Leben, seine Familie und das, was er bisher alles erreicht hat.
Dankbarkeit ist einer der Grundpfeiler eines erfüllten Lebens.

Und dennoch ist da dieser eine Traum.
Wenn Ihr nur seine Augen sehen könntet und das kleine Trillern in seiner Stimme vernehmen, wenn sie sich allein vor Freude an den Gedanken der großen Reise überschlägt.

Eines Tages, das verspreche ich Dir, da machen wir diese große Reise gemeinsam.
Du und ich.
Wir machen das.
Eines Tages.

Papa.

Sonntag, 8. Februar 2015

Und welchen Traum hast Du?

Die, die mich kennen, wissen, dass ich neben der Schreiberseele auch noch die einer leidenschaftlichen (Unter)Wasserratte in mir habe. Tauchen allein ist schon eine tolle Sache, aber da gibt es einen lang, lang gehegten Traum, von dem ich immer dachte, man würde mich für super beknackt halten, wenn ich den mal äußere. Lediglich mein Freund, der wusste davon. Hat zwar auch etwas skeptisch geschaut am Anfang... aber als er kurz vor meinem Geburtstag von einem seiner Freunde erfuhr, dass dieser genau die Erfüllung solcher Träume anbietet, da fackelte er nicht lang, sondern machte uns umgehend miteinander bekannt.
So kam es an einem Tag nach Weihnachten, mitten im tiefsten Schneesturm, im noch tieferen Bayern... ach seht selbst. 
Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und war toll, innerhalb einer Gruppe einen Kindheitstraum verwirklichen zu können, ganz egal, was andere sagen oder denken.

Genau darauf kommt es an - das zu machen, was man sich aus tiefstem Herzen wünscht.

Mein Dank geht hiermit an die Bayerische Meerjungfrauen Schwimmschule für einen wunderbaren Tag unter Wasser und die tollen Fotos, die von mir noch ein wenig für den Blog nachbearbeitet wurden (nicht profimässig, sondern just for fun).
Lasst Euch nicht davon abhalten, Eure Träume zu verwirklichen, nur weil Ihr denkt, man könnte Euch auslachen oder schief anschauen. Irgendwann nämlich kommt einmal der Tag, an dem Ihr Euch denkt "Ach hätte ich doch nur..." In diesem Sinne halte ich es wie Revolverheld und sage - das geht raus an alle Spinner, denn wir sind die Gewinner ♡