Dienstag, 30. Juli 2013

Geister mögens scharf

Gerade passiert und schon etwas merkwürdig:
Ich sitze auf dem Sofa an meinem Notebook, als ich in der Küche etwas "schaben" höre, so als würden zwei Bleche übereinandergeschoben. Mir war sofort klar (nicht lachen) "Das kommt vom Gewürzregal!", und gleich folgte mein zweiter Gedanke "Oh Gott, ist eins der Mausekinder entkommen?" (nicht möglich, dazu sind die Terrariumwände zu hoch, als dass sie durch den Gitterdeckel klettern könnten). Ich schau auf in Richtung Küche und - zack!- fliegt die Dose mit dem Cayennepfeffer mit vollem Schwung aus dem Regal. Das Ding ist nicht einfach nur runtergefallen - und selbst dann müsste ich mich fragen, wie das passieren kann - sondern wurde wirklich mit Elan ein gutes Stück weit weg  gewischt...
Ein Luftzug ist ausgeschlossen, eine Bahn fuhr auch nicht vorbei, so dass es an einer Erschütterung hätte liegen können... 
Zugegeben, mir ist gerade etwas mulmig und ich würde gern an den Luftzug glauben, allein mein Bauch sagt "Komm, Du hast es doch gesehen." Schon kommen die Fragen - wer war das? Was sollte mir das sagen? Und wieso zum Geier Cayennepfeffer?!
Eine Nachfrage bei den Werschweinchen ("Hast Du was mitbekommen?") verlief ergebnislos. Man sagt Tieren ja eine besondere Wahrnehmung nach, bei meinen drei Umpa Lumpas jedoch beschränkt sich die wohl nur auf die fünf Sekunden vorm Öffnen der Kühlschranktür.
Bei mir bleibt ein großes Fragezeichen und ein komisches Gefühl im Bauch.
So etwas hatte ich in der Form auch noch nicht.
Gucken wir mal, ob das nochmal passiert.
Dann aber bitte mit dem Oregano.
Der ist nämlich leer.

Samstag, 27. Juli 2013

Knatschtag

Vielleicht ist heute einer dieser Tage.
Vielleicht brennt mir gerade die Hitze meine letzten funktionierenden Hirnzellen durch.
Vielleicht bin ich einfach auch nur richtig fett urlaubsreif.
Am liebsten alles zusammenpacken und abhauen, irgendwohin, wo mich keiner kennt, mich das Meer jeden Tag vor der Haustür begrüßt und ich nur noch die Flaschen schultern muss, ab ins Wasser und rein in die Tiefe.
Manchmal ist man einfach mit rein gar nichts zufrieden, obwohl alles gut ist, wie es ist.
Alles zuviel.
Nicht ansprechen.
Knatschtag.
Blubb.


Donnerstag, 25. Juli 2013

Büromäuse

Ja, richtig gelesen. Aber damit sind jetzt nicht meine Kolleginnen und ich auf der Arbeit gemeint.
Gestern Abend brachte mir mein Freund nach einem Überraschungsnotfall zwei verwaiste Babymäuse mit. Ob wir sie durchbringen könnten?
Schnell grob in entsprechende Lektüre eingefunden - ca. 3 Wochen alte Waldmäuse (?), brauchen noch Zufütterung alle 4-6 Stunden, au Mann. Also schnell noch empfohlene Babynahrung und Pipettchen gekauft und nun alle 6 Stunden Mäusejagd mit Zwangsfütterung. Ich sag Euch, die beiden sind nur goldig, aber auch anstrengend. Nächstes Fläschchen ist um 22 Uhr heute fällig, dann wieder so gegen 04:30 Uhr usw. 
Heute musste ich sie dann auch spontan mit ins Büro nehmen per Pet Shuttle, und mit allem Notwendigen ausgestattet. Die Kollegen waren großteils hellauf begeistert, keiner murrte, ich befürchte jedoch, das morgen eine Kollegin Einspruch erhebt. Da unser Chef aber meine Leidenschaft für Nager kennt und weiss, dass diese Situation für heute und morgen eine Ausnahme darstellt (ich meinte knallhart "Jedes Lebewesen, egal wie klein, hat eine Chance verdient, und wenns nicht recht ist, ists okay, aber dann geh ich jetzt gleich heim und nehm morgen Urlaub, denn im Stich lass ich die Kleinen nicht!"), darf ich - falls erforderlich - morgen sein Büro als Unterbringungsplatz nutzen, wenn die Kollegin streiken sollte. Allerdings werde ich die Mäuse morgen wohl in der großen Tragetüte lassen und unter meinen Tisch stellen, dann fallen sie nicht auf. Höchstens, wenn wieder wer kommt "Darf ich sie sehen?". Aber wie es bei Babys eben so ist, sie brauchen sehr viel Schlaf und gerade jetzt, nach dem Verlust von Mama und Geschwistern, viel Ruhe, Zuwendung und Päppelnahrung. Das hat Vorrang vor neugierigen Zuschauern. 
Gestern waren sie sehr malade, doch heute schon sehr quirlig und fit. Ich glaube, wir kriegen sie groß. Nächste Woche steht dann die Geschlechterbestimmung und evtl Trennung an und je nachdem, was die Fachleute sagen und wie die Entwicklung vorangeht, werden wir sie später auswildern oder in gute Hände vermitteln.
Nur ein Mausekind hat bisher einen Namen (Olli für Oliver oder auch Olivia), das andere ist noch namenlos. Ich vote je nachdem für Twist oder Jones ;)
Und hier kommt nun noch ein Bild der Kleinen - sie sind nicht größer als die Hälfte meines Daumens plus Schwänzchen. Man darf gespannt sein, wie es weiter geht.


Samstag, 20. Juli 2013

Sweet Music

Neulich gefunden (und mittlerweile nach sämtlichen Stücken des Meisters süchtig):


 


Viel Spaß beim reinhören und ein schönes Sommerwochenende Euch allen!

Samstag, 13. Juli 2013

Häppchen für die ungeduldigen Leser

Weil mich so viele in letzter Zeit nach dem Stand der Fortsetzung fragen - hier ein klitzekleines Rohkostminihäppchen zum "gschmackig" machen (wobei, gschmackig in dem Zusammenhang..? Aber lest selbst):



„A..in“ war das einzige, was ich mit enorm viel Fantasie verstand, und fragte nach „Was, Luan? Bitte, kannst Du deutlicher sprechen, ich kann Dich sonst nicht verstehen?“ Stattdessen schüttelte Luan den Kopf, sah mir mit einem Blick in die Augen, den ich nicht deuten konnte, der mir jedoch alle Härchen und Haare meines Körpers aufstellte, und ehe ichs mich versah öffnete er seinen Mund, aus dem nicht nur fast alle Zähne herausgebrochen – oder –gezogen? – waren, sondern in dem sich dort, wo die Zunge hätte sein müssen, nur noch ein undefinierbarer Klumpen hin und her bewegte."

Sex hat keine Macht

Das würde ich jetzt zwar so provokant formuliert nicht unterschreiben, ist aber ein verdammt gutes Lied, welches mir gerade aus meinem kleinen IPod entgegenhüpfte - kann man immer mal hören (besonders, wenn man wieder am schreiben ist):

(Und dank den tollen Videosperren -.- muss es eben das mit spanischen Untertiteln tun ^^)


Freitag, 12. Juli 2013

Freitagsrätsel

Mal was anderes:
Wer errät, woher der kleine Fratz Mina seinen Namen hat?
Wünsche Euch ein wunderschönes, gruseliges, dunkelschauriges Wochenende :)


Montag, 8. Juli 2013

Schwesternmord

Manchmal, da will der Kopf nicht so, wie man selbst. Dann fragt man sich "Kann ich das eigentlich überhaupt noch?"
Im Sinne einer "Finger-" oder Lockerungsübung (für den Geist) bat ich somit vor ca. einer Stunde meine Freunde über FB, sie sollen mir fünf Worte nennen, aus denen ich dann eine Geschichte formen würde. Die erste, die schrieb, war Little Ivy und nannte folgende fünf Begriffe;

Dunkelelfe, Tanzbein, Schwesternmord, Siebenschläfer, Tautropfen

Nun denn, hier kommt das Ergebnis - Ivy, das ist für Dich:

Schwesternmord


Wie lieblich sich die Tautropfen auf den Blättern der alten Ulme zu einem glitzernden Morgenreigen vereinten.
Hätte sie geschlafen, so hätte deren Funkeln sie sicher geweckt. Doch Shinya hatte nicht geschlafen. Sie hatte überhaupt nicht mehr geschlafen, seitdem sie ihrer Schwester Chala, der ersten in der Thronfolge, unter dem Vorwand eines Geheimnisses im Labyrinth des Falanschlosses den Atem aus ihrer Brust geraubt hatte. Sechs Monde schon zählte sie seit dieser Tat, und sechs Monde hatten ihre Schuld seither mit angesehen. Kein Mond würde mehr wie vorher sein.
Dunkelelfen waren nicht bekannt für ihre Skrupel, und wer der Königsfamilie angehörte, besaß ein vielfach höheres Risiko eines vorzeitigen, nicht allzu natürlichen Abgangs ins Reich der Marten. Dunkelelfen starben nicht. Sie warteten bei den Hütern der Seelen auf ihre Wiederkehr. Shinya wusste, gemessen am Lebensalter einer ihrer Art würde Chala sich innerhalb eines zeitlichen Wimpernschlages wieder auf die Reise ins Leben begeben und dem nachgehen, was Dunkelelfen ihren Namen gab – zu morden, gleich aus welchen Motiven. Sie konnten nicht anders. Es war ihre Natur. Elf, das war nur ein Begriff, der sich in verzierter Form im Laufe der Jahrhunderte eingeschlichen hatte, um das Grauen zu verdecken, welches die Dunklen in sich trugen. Sie besaßen keine Flügel, keine wallenden Kleidchen und lieblichen Gesichter. Die Schönheit ihrer Namen sollte ablenken vom Äußeren, welches nie das Licht der Sonne erblickte.
Doch Shinya hatte sich gewehrt. Sie hatte gekämpft gegen das Verlangen, sich bei Taganbruch in eine finstere Höhle zurückzuziehen und gleich einem Siebenschläfer schlummernd die restlichen Monate des verbliebenen Jahres abzuwarten.
Sie hatte gemordet, und ihre Hände waren voller Blut, auch wenn man es nicht sah. Shinya sah es und nur das zählte. „Jetzt, das ist Deine Chance!“, hatte ihre eigene Mutter Königin Malaya ihr zugeraunt, als Chala, die ihr Tanzbein ausreichend auf dem höfischen Ball der Finsterschaften geschwungen hatte, zum kurzen ausruhen auf die hölzerne Veranda der Trauerweide getreten war. Und mit einem allzu deutlichen Schubs Richtung Nachtluft war Shinya ihrem Auftrag gefolgt, war dem gefolgt, was ihr im Blut lag seit sie die Dunkelheit ihrer Welt erblickt hatte. Wie leicht war es gewesen, Chala ins Labyrinth zu locken, vorgaukelnd, sie hätte jemand Liebreizendes entdeckt, doch könne sie nicht sagen, um wen es sich handle. Denn der Stand, der wäre nicht angemessen. Chala, zu sanft für eine Dunkelelfe, zu zart und zu rein, als dass sie wirklich jemals hätte ihrer Art angemessen leben können, war ihrer Schwester nur allzu gern gefolgt, hatte sie fangen und wissen wollen, um wen es sich handelte. Die letzte Biegung ward ihr Verhängnis, und Shinya hörte im Geiste immer noch das Röcheln und Gurgeln aus erstickenden Lungen, spürte unablässig Chalas Finger, die sich um die ihren klammerten, als sie von hinten den Hals ihrer Schwester umfasste und zudrückte. Nicht die wunderbaren Versteckspiele aus der gemeinsamen Kindheit fanden in diesem Moment Platz in Shinyas Kopf, nicht die kindlichen Teeparties mit ihren Spielzeugen oder das eng aneinander gekuschelte Einschlafen, nachdem eine der beiden vor einem Albtraum zur anderen ins Bett geflüchtet war. In diesem Moment, da gab es nur die Lust zu töten, den Genuss, das entweichende Leben in sich einzusaugen und die Gier zu erlöschen, was man nicht selbst ins Leben gerufen hatte. Das war sie, die wahre Natur der Dunkelelfen, gefangen im Zyklus eines sich ewig drehenden Rades, verdammt auf ewig, wiederzukehren und Zwietracht und Mordlust zu säen, wo immer sie auf fruchtbaren Boden fiel.
Doch auch, wenn die Morde an ihren jüngeren Brüdern Shanal und Katil ihr wie eine lästige Fingerübung erschienen, die sie gleich einem Hund, der seine schmarotzenden Flöhe abschüttelte, ohne mit der Wimper zu zucken ausgeführt hatte, so fand Shinya dieses Mal keine Befriedigung in ihrem Tun. Kaum war Chalas Seele zu den Marten geflogen, ihr leerer Körper schlaff in ihren grobenschlachtigen Händen, da bemerkte Shinya zum ersten Mal etwas, das sie noch nie gefühlt hatte. Und das ihr nicht gefiel.
Reue. Scham. Ein Schuldgefühl, so groß wie tausend Arbenriesen mit einem Kanchinzwerg obendrauf. Chala, die Sanfte. Wie Seide so fließend ließ Shinya den leblosen Körper der älteren Schwester gen Boden gleiten und ergötzte sich an dem Meer aus Tüll, welcher sie umgab wie das Wassergrab einen ertrinkenden Dull. So schön sah Chala selbst im Tode aus, so lieblich ihre Haut, unter der kein Herz mehr schlug… Nein, Chala würde nie mehr wiederkehren.
Wie oft hatte Shinya als Kind an dieser Haut gelegen, hatte sich an diesem Herzen ausgeweint, wenn wieder schlimme Träume oder strenge Gouvernanten in ihrem Kopf ihr Unwesen trieben. Immer war Chala für Shinya da gewesen, immer hatte sie sich Zeit genommen für die kleine Schwester, die von allen als hoffnungsloser Fall belächelt im Teenageralter zur geheimen Hoffnung des Hofstaats avancierte. Shinya konnte sie alle einfach nicht enttäuschen, nicht ihre Mutter, ihren Vater und ihr Gefolge. Sie hatten erwartet, dass sie die Schwäche aus den eigenen Reihen entfernt, dass sie die Thronfolge säubert und ebnet für eine, die es mehr wert war als Chala, die lieber im Mondschein mit den Grillen spielte, als sich um die todeslüsternen Vorhaben im Schloss zu sorgen.
Vielleicht aber, so fragte sich Shinya, während die Sonne ihre ersten Strahlen gen Erdboden schickte, ist es das, worauf es ankommt. Jemand zu sein, der nicht der Etikette folgt, nur weil es von ihm erwartet wird, sondern jemand, der sein Herz in die Welt wirft und mit denen, die folgen, in den Morgen tanzt. Vielleicht ist es wichtiger, zu sein, wer man ist, als das zu leben, was erwartet wird. Vielleicht ist es sogar erstrebenswert, den Zeitpunkt der Reise selbst zu bestimmen. Vielleicht gibt es so viel mehr als das, was erzählt wird. Vielleicht…
Und mit dem ersten Strahl auf Shinyas Haut erloschen Trauer, Reue und Gram. In Sekundenschnelle fraß sich die Reinheit der Sonne durch ihren sündigen Körper und ihren schuldigen, trauernden Geist.
Vielleicht, so dachte Shinya zuletzt, als sie spürte, wie das Licht ihre Zellen zersetzte, sind die wahren Helden im Leben die, die niemals welche sein wollten.
 

Parselmund und Pandapo

Da entlässt man die Dame mit den pinken Haaren nach einem leckeren Soja Latte auf der Gloriette in die Waldgebiete Wiens und was passiert? Sie schließt sofort neue Freundschaften der etwas anderen Art:




(Danke an Dani für die beiden Fotos)


Es war schon komisch - da kam die Schlange ohne Scheu auf mich zu, ich schau sie an und hab sofort das Gefühl, dass das (nicht lachen) ne ganz Liebe ist. Also bin ich in die Hocke, sagte einmal freundlich "Hallo!", woraufhin die Schlange kurz innehielt, um dann ohne Angst gemütlich durch meine Beine durchzuschlängeln. Zugegeben, ich war auch versucht, der Ringelnatter (ist doch eine?) kurz meine Hand zum drüberkriechen anzubieten, entschied mich aber dann doch für die Vernunft.
Kurz darauf schlenderten meine Freundin und ich bei traumhaft (schwülen *ächz*) Wetter durch den Schönbrunner Zoo, wo es vielen Tieren wie uns ging:

Es macht auch froh - ein Pandapo

 Am Abend gönnten wir uns in einem nahe gelegenen Biergarten (oder wars doch ein Heuriger..?) diverse Tofuarten mit Reis, die neben den anderen vollmundig klingenden Gerichten tierischen Usprungs zwar in Sachen Beschreibung nicht anstinken konnten, dafür aber geschmacklich echt der Hit waren:





Und was wäre ein Wienbesuch ohne den Zentralfriedhof? Wir haben zwar nur ein Eckchen besichtigt, kamen aber schon da nicht mehr aus dem Staunen heraus. Von ehrfürchtig schön bis geschmacklich fraglich ist alles dabei:







Interested anyone? (Ist aber stark renovierungsbedürftig)


Solche Grabsteine habe ich persönlich noch nicht gesehen und von denen gibts offenbar mehrere. Dass man sich mit dem Auto als Prestigeobjekt auf dem Grabstein verewigen lässt... in manchen Kulturkreisen offenbar selbstverständlich, ich persönlich finde es befremdlich (Name absichtlich geschwärzt).
Alles in allem ein wunderbares Wochenende mit jeder Menge neuer Eindrücke und Erfahrungen, die mich/uns wieder ein Stück weiser (nicht erwachsener! ^^) haben werden lassen. Danke für Alles ツ


Dienstag, 2. Juli 2013

Portraits

Heute gibts mal was "fürs Auge" ツ
Verantwortlich für die folgenden Wahnsinnsaufnahmen, die ich Euch hier zeigen darf, sind die wunderbaren Zwei 

Stef Subcutan
(Fotos und Bearbeitung)
&
Eva Marie
(Make-Up und Haare):



Und nun - gucken und staunen ツ 









 (Für die hier gezeigten Fotos sind natürlich alle Rechte dem Fotografen vorbehalten)