Montag, 25. Februar 2013

Nana - Der Tod trägt Pink

Heute möchte ich Euch ein ganz besonderes Buch ans Herz legen.
Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an einen Post von mir vor gut einem Jahr mit dem Titel "Glück - wie wir es finden und bewahren". Am 10.01.2012 verlor Nana, die Freundin von einem meiner Bekannten, mit gerade mal Anfang 20 ihren Kampf gegen eine heimtückische Form des Krebses, dem sogenannten Ewing-Sarkom.
Obwohl die Behandlungen und Chemos ihren Tribut forderten, ließ sich Nana nie entmutigen, stets das Beste aus ihrer Situation zu machen. So entstand über diesen Zeitraum hinweg zusammen mit ihrer Mama Bärbel die Idee, sich trotz Krankheit weiter hübsch zu machen, zu schminken und zu zeigen, dass in einer Frau trotz Krebs stets eine besondere Schönheit innewohnt. Die Fotografie war das geeignete Mittel, Nana in ihren verschiedensten Facetten festzuhalten.
All das ließ mit der Zeit in Nana die Idee keimen, ihre positiven Erfahrungen nach außen tragen und hierdurch weiteren Betroffenen Mut machen zu wollen. Die Arbeit an "Recover your smile" begann.
Mittlerweile ist RYS mit Nanas Mama Bärbel als Vorstand ein eingetragener Verein, der zusammen mit Lily meets Lola und diversen Fotografen sein wunderbares Wirken in zahlreichen Kliniken vorstellt und erkrankten Frauen wieder Mut macht, sich schön zu fühlen, so, wie sie sind.
Diese besondere Entwicklung sowie Nanas Geschichte selbst erzählt Bärbel nun in dem kürzlich bei Irisiana erschienenen Buch "Nana - Der Tod trägt Pink":

Link
Wer sich weiter über diese beeindruckende junge Frau informieren, oder generell Informationen einholen möchte, der kann sich neben der Vereinshomepage u.a. über Facebook an RYS wenden, findet aber auch diverse Beiträge wie beispielsweise bei Antenne Bayern oder aktuell in der BILD.

Als Tipp seien hier noch zwei wichtige Termine erwähnt:

Am Mittwoch, den 27.02.2013 ist Bärbel bei Stern TV zu Gast - unbedingt einschalten!

Am Donnerstag, den 28.02.2013 findet abends eine Präsentation im Atrium der Agentur Heye und Partner in der Blumenstraße in München statt.

Schaut mal rein, in die Sendung und ins Buch.
Ich bin selber schon sehr gespannt.






Samstag, 23. Februar 2013

Nicht meine Woche

Eigentlich war diese Woche ständige Action vorgesehen. Ja, war.
Am Donnerstag sollte endlich mein heiß ersehnter Tattoo Termin in Erfüllung gehen, tja und dann stand ich mal glatt vor verschlossener Tür. Der Studioinhaber hatte mich im Umzugsstress total vergessen bzw. war der Meinung, wir hätten den Termin abgesagt. Ähm, nein. War ne ziemliche Enttäuschung. Tattoos sind für mich nicht nur nette Bildchen auf der Haut, sie dienen mir als eine Art persönlicher Schutz. Mal sehen, wann es einen Ersatztermin gibt.
Am Freitag musste ich wegen meinem Rücken, aus dem sich derzeit alle Verspannungen der letzten Jahre lösen, zum Physiotherapeuten, manuelle Therapie und Fango. Schon drauf gefreut, kam mir gleich die Sprechstundenhilfe entgegen "Wir haben da was vermasselt, der Fango ist leider aus."
Super.
Wenigstens die manuelle Therapie war sehr gut, wenn man von dem Daumen absieht, den mir der behandelnde Therapeut (aus Versehen) ins Auge rammte.
Dafür waren wir am Abend im Coppelius Konzert, während es draussen schneite, was das Zeug hielt. Das war mein persönliches Highlight der Woche.
Tja und heute wäre ich jetzt in diesem Moment eigentlich auf der Free-Messe in München auf der Party meines Tauchvereins, um erste Kontakte im Club zu knüpfen - aber ich bin gestern Nacht krank geworden. Mit viel Glück kann ich morgen mit Aljoscha eine Runde über die Messe drehen. Ansonsten heisst es Bettruhe.
Für die Woche darfs demnächst dann echt wieder ein schönes Hoch geben.



Montag, 18. Februar 2013

Buch News

Diese Woche wirds ziemlich rundgehen mit Terminen, auf Donnerstag bis Samstag freu ich mich am meisten (später dazu mehr).
Jedenfalls wollte ich Euch ein kurzes Update geben, da einige von Euch gefragt haben, "wann es endlich soweit ist" :)
Das fertig lektorierte Manuskript wurde von mir bearbeitet und wieder an den Verlag geschickt, nun geht es an die Covergestaltung. Das übernimmt eine vom Verlag beauftragte Agentur und kann jetzt etwas dauern, soll ja zum Buchinhalt passen und richtig toll werden.
Insgesamt befindet sich der Prozess also im letzten Drittel.
Abwarten und Tee trinken.
Es bleibt spannend ♡




Samstag, 9. Februar 2013

Writing at the discotheque

Ehrlich gesagt fand ichs ja immer etwas lustig, wenn ich von Musikern las, die bei einer Songidee, egal wo sie sich befanden, sofort daheim anriefen, um die Melodie auf den eigenen Anrufbeantworter zu singen. Oder von Schreiberlingen, die ihre spontanen Einfälle mangels Papier im Café eilig auf eine Serviette kritzelten.
Gestern dann ist mir das auch passiert. Mitten in unserer Stammrockbude kamen mir gegen ca. 01:00 Uhr hier und da ein paar Ideen, und sofort fluchte ich "Mist, wieso hast Du nicht mal den kleinsten Fitzel Papier und nen Stift einstecken?" Normalerweise ist mein Notizblock immer mit dabei, aber wenn wir weggehen, reduziere ich meine Habseligkeiten auf ein Minimun - Moneten, Fahrkarte, Ausweis (ein Muss im Laden) und evtl noch das Handy, wenn ich gedenke, früher oder später zu gehen als der Rest der Meute. Handtaschen mag ich beim nächtlichen Umtrieb nicht, erstens bin ich da nicht der Typ für (Handtasche in Kombi mit Cargohose und Armstulpen... nein, schaut an mir albern aus), zweitens find ichs affig, zum stärksten Hardcore mit Täschchen statt richtig zu bangen und tanzen nur ganz leicht mit der Hüfte zu wippen -.- und drittens muss immer wer aufs Täschchen schauen, das bekommt sonst relativ schnell Beine.
In Zukunft wird also meine neue Weggehausstattung um zwei Accessoires erweitert. Evtl brauchts dafür ne Hose mit größeren Taschen. Aber das Gefühl "Hoffentlich haste das bis morgen nicht vergessen!" mag ich nicht nochmal erleben.
Ja, wir Kreativlinge sind schon ein merkwürdiges Volk...

Mittwoch, 6. Februar 2013

Das Drehbuch umschreiben

Der Tag gestern war einer, den ich mir rot im Kalender anstreichen und für schlechte Tage mit Herzchen umrahmen muss. Was mir gestern alles passiert ist, war wie eine Belohnung für die lange Zeit des "aushaltens" und dem Mut zur tatsächlichen Veränderung.
Meine Freundin erzählte mir gestern von einem Buch namens Simply Love, welches ich sicher in der nächsten Zeit mal lesen werde. Sie habe dadurch gelernt, dass man (sinngemäß) von den Schauspielern in seinem Leben nicht erwarten könne, dass sie einfach ohne Regieanweisungen und Vorgaben irgendetwas zusammenschustern, und das am Ende dann noch ein Kassenschlager wird. Wenn man will, dass der Film gelingt, wie man sich das vorstellt, dann muss man den Stift in die Hand nehmen und sein eigenes (Lebens-)Drehbuch umschreiben.
Der Grund für diese tiefsinnige Diskussion war das, was ich die letzten Tage alles erlebt habe. Letzte Woche habe ich die Entscheidung zu einer Veränderung getroffen und vorgestern die Basis dafür gelegt. Es wird nicht leicht, ein gewisses Risiko ist dabei, aber wie ich immer sage - manchmal zahlt sich das sogar doppelt aus. Ich habe damit begonnen, mein Drehbuch umzuschreiben.
Gestern nun war ein Tag, an dem nur schöne Dinge passierten, ein Tag, der mich so positiv umwehte wie schon lange keiner mehr. 
Als Erstes sprang mir in der Früh die Mail meiner... Agentin (? ich weiss nicht, ob das so stimmt, falls Dus liest - es ist mir immer noch so unwirklich, wie soll ich Dich denn mit offizieller Bezeichnung nennen ^^ ?) ins Auge. Das fertig lektorierte Manuskript hing an mit der Bitte, es in Ruhe anzuschauen und gegebenenfalls zu verbessern.
*autorenhüpf*
Also gleich geöffnet - um festzustellen, dass meinereiner auf seinem Netbook nur die Start-, logischerweise nicht aber die Vollversion des benötigten Programmes installiert hatte *facepalm* Schon wieder 100 Mäuse beim lokalen Fachhändler lassen? Naja, wat mut, dat mut. Ne, mut nich. Denn mein erster bester Freund meldete sich sogleich und organisierte mir über die IT Abteilung seiner Firma ein älteres Programm for free, das dort nicht mehr benötigt wird und sonst nur im Sondermüll gelandet wäre.
*computerhüpf*
Wenig später führte ich eine bestimmte Kontrolle durch, um festzustellen, dass eine Vereinbarung tatsächlich eingehalten wurde (bissl kryptisch, näher möchte ich nicht drauf eingehen).
*kryptikhüpf*
Gegen Mittag ging ich erneut zur Thaimassage, da mich seit über einer Woche eine saumäßig schmerzhafte Intercostalneuralgie quält (zuviel Streß und auch etwas zu viel Sport). Die Stunde ging zwar vorbei wie im Flug, aber die Schmerzen durch eine speziell auf mich abgeglichene Druckpunktmassage waren nicht von Pappe. Nach der Sitzung zwar kaputt, aber wieder etwas schmerzfreier.
*liebernichthüpfentutallesweh*
Wieder daheim einen großen Salat geschnibbelt und mich mit einer Freundin, die derzeit etwas kränkelt, gestärkt.
*mampfhüpf*
Kurz abgelegt, da die Massage mich richtig fertig gemacht hatte.
*dämmerhüpf*
Gegen Nachmittag machte ich mich auf den Weg zum Tattoostudio, um meinen aktuellen Termin für mein Sleeve zu verschieben und noch eine kleine Anzahlung zu leisten. Die zuerst genannte Veränderung bedeutet auch, den Geldbeutel die nächste Zeit etwas stärker zusammen zu halten. Auf dem Weg zum Studio eine Blitzidee, wie jene Veränderung noch effizienter gestaltet werden kann.
*kreativhüpf*
Im Studio selber fand der Chef meine offene Art und mein persönliches Erscheinen zur Abklärung so gut und ehrlich, dass er mir anbot, einen fixen Betrag für die erste Sitzung zu zahlen, egal wie weit und viel er da zusammensteche. Es würden sowieso erstmal die Outlines gemacht werden und ehrlich, wer lässt sich schon was anfangen und läuft dann freiwillig mit einem unvollständigen Tattoo herum? Eben, die Gefahr, dass ich nicht wiederkomme, ist gleich Null. Außerdem habe er (!) sich selber schon so auf das Sleeve gefreut wegen den nicht gerade üblichen, dafür aber sehr schönen Motiven, dass er unbedingt stechen möchte, wir würden das schon deichseln.
*überraschungstattoohüpf*
Am Abend dann brachte mein best friend die CD vorbei, eine Freundin schneite spontan herein und so hatten wir noch nen netten Abend zu viert, an dem wir auf einen weiteren Schritt in Richtung "neu" anstiessen.
Jetzt heisst es dranblieben, fleissig sein, sich nicht entmutigen lassen, wenns mal nicht so klappt (was sicher kommen wird, gehört dazu) und einfach weiter das Näschen in den Wind zu strecken.
Das Drehbuch schreibt sich schließlich nicht von selbst.

Freitag, 1. Februar 2013

No regrets


Neulich wurde ich auf der FB-Seite meines Asia-Kampfsportvereins auf einen ein Jahr alten Artikel im Guardian aufmerksam, der Gänsehaut verursacht und zum nachdenken anregt:




Eine langjährige Hospizschwester listet darin auf, welche Dinge die Menschen kurz vor ihrem Tod in  all den Jahren am meisten bedauerten:

1. I wish I'd had the courage to live a life true to myself, not the life others expected of me.

2. I wish I hadn't worked so hard.

3. I wish I'd had the courage to express my feelings.

4. I wish I had stayed in touch with my friends.

5. I wish that I had let myself be happier.

Wann immer größere Entscheidungen in meinem Leben anstehen und -standen, befrag(t)e ich mich mit meinem persönlichen Bild via Visualisierung - wenn ich mal mit 80 Jahren (oder wann es eben soweit ist) auf dem Sterbebett liege bzw. im Schaukelstuhl sitze und auf mein Leben zurückschaue, wird mir dann gefallen, was ich sehe? Jedesmal, wenn die Antwort bisher "Nein" lautete, wusste ich, dass es Zeit war, etwas zu ändern, und tat das auch, egal wie sehr die Veränderung schmerzte oder wie langwierig sie war. 

Lest den recht kurzen Artikel in Ruhe durch und lasst ihn anschließend eine Weile auf Euch wirken. Meine zwei Punkte, an denen ich aktuell arbeite und sicher immer irgendwie arbeiten werde, sind 1 und 5. Passend hierzu habe ich mich gestern seit langer Zeit mal wieder zu einer Thai-Massage begeben, da mich seit über einer Woche besonders im Sport und bei größeren, körperlichen Anstrengungen massive Rücken- und Brustkorbschmerzen mit Atemnot ausknocken. Der Grund war überraschend schnell gefunden - eine Intercostalneuralgie, also eine (leider schon länger währende) Nervenreizung/entzündung im Rippenbereich. Nicht schlimm, aber schon sehr schmerzhaft. Während Pat, die kleine Thailänderin, mich massierte und meinte, sie würde nun per Druckpunktmassage die Blockaden langsam lösen, erzählte sie mir von vielen buddhistischen Ansätzen, die ihr im Laufe ihres Lebens geholfen haben. Dabei berührte mich besonders ihre Aussage:
"Nicht Dein Kopf beherrscht Dich. Du beherrscht Deinen Kopf. Sag ihm, dass Du glücklich sein willst. Dann wird alles gut."
Den Rest würde sie mit der Massage erledigen.

Danach schaffte ich es tatsächlich kaum mehr, mich wegen dem einen oder anderen Geschehen aufzuregen, selbst jetzt bin ich sehr entspannt und sage mir "Wozu aufregen, wenn ich es selber im Moment nicht ändern kann? Es kommt, wie es kommt, und es wird sich schon alles irgendwie fügen."

Abgesehen davon, dass ich jedem zum wohlfühlen eine qualifizierte Thaimassage wärmstens ans Herz legen kann (das Geld ist bei Schmerzen und auch psychischen Problemen besser investiert als in oberflächliche Chemie und Co.), sollte man sich meiner persönlichen Meinung nach öfter mal tief im Inneren befragen, ob man im Moment glücklich ist oder zumindest so zufrieden, dass man nicht unglücklich ist, und entsprechend danach handeln. Sicher klappt das nicht immer, besonders in unserer westlichen Gesellschaft, wo im Gegenzug zum asiatischen Raum nur noch Leistung und Effizienz zählen (das extreme Japan lasse ich hier außen vor, das ist ein Sonderfall), und erst gestern kam mir wieder ein Aufreger ins Haus geflattert, der sich gewaschen hatte. Doch dann tat ich, was ich tun konnte, um die Situation zu verbessern, und nun ist es nicht mehr an mir. Wozu also den Kopf heiss machen? Die Zeit und die Nerven sind anderswo besser investiert. Bestimmt kann man sich diese Gelassenheit nach und nach antrainieren, ich werde es weiterhin versuchen, ebenso wie die Verbesserung der Punkte 1 und 5.

Denn wenn ich diese Welt mal verlasse, egal wann, dann möchte ich zurückblicken und sagen können "Ich bedaure nichts."

Welche Punkte wären Eure?