Dienstag, 31. Dezember 2013

Jahresrückblick 2013

Das war wirklich ein Knallerjahr - also ein Knaller und manchmal auch knallhart. Langweilig wurde es nie, es gab so viele Aufregungen und freudige Ereignisse, manchmal auch traurige Verluste... es ist soviel passiert, das sollte man doch einmal festhalten:

Januar - Scheidung. Für mich eine Erlösung.
Und die Spontanparty am selben Abend war der Hit. Wirklich ausnahmslos ALLE meine Freunde kamen, auch wenn sie am nächsten Tag arbeiten mussten.
DANKE!

März - Mein geliebter Herzenshamster Coco geht über die Regenbogenbrücke.

Cocos letzter Tag, er war schon sehr krank
März - Schmusi Paulinchen alias Terrorkrümel zieht bei uns ein.


April - Ein neuer Job mit prima Kollegen und nem interessanten (unterhaltsamen) Aufgabengebiet.

Juni - "Auserwählt - Die Linie der Ewigen" wird veröffentlicht bei Edel:eBooks.
A dream comes true.


Juli - Nach 6 Jahren Reunion in Wien mit meiner einstmals besten Freundin, die ich nie mehr missen möchte.

Wien Zentralfriedhof (ich wusste nicht, ob ich "Dich" posten durfte, deshalb der Platzhalter :) )
 August - Unsere kleine Goldidame Mina geht über die Regenbogenbrücke.

Mina beim Schläfchen während der Gehegereinigung
August - "Geraubtes Herz" erscheint bei Edel:eBooks als Minikurzgeschichtensammlung.
Ich kanns noch gar nicht fassen.


August - 8 Tage Urlaub mit Aljoscha in Cala D'Or. Einfach nur herrlich.


Oktober - 12 Tage Tauchurlaub in Phuket. Allein. Ein echtes Abenteuer und mein erster Hai 


Dezember - Betta Splendens Mr Spock alias Spocky "schwimmt" bei uns ein.



Der zweite Teil von "Auserwählt" zählt inzwischen gut 230 Seiten, der Showdown hat bereits begonnen.
Ich hoffe, ihn bald fertig schreiben zu können. 

Also auf nach 2014, voller Eifer, Tatendrang und Neugier auf die spannenden Abenteuer, die das neue Jahr bereit halten mag.

Guten Rutsch Euch allen und danke für Eure treue Unterstützung!






Dienstag, 24. Dezember 2013

A No-Christmas-Christmas

Dieses Jahr fällt Weihnachten aus.
Zumindest bei mir, zumindest am 24ten.
Ja, ich sitze gewollt allein hier in meiner Wohnung und geniesse die Dinge, die ich mir gewünscht habe, die man aber nicht kaufen kann - gutes Essen, meine Lieblingsmusik, Ruhe, Zeit und Kreativität, um weiter zu schreiben. Okay, Essen und Musik kann man schon käuflich erweben, aber da will ich jetzt nicht kleinlich sein, schließlich gehört das zum Rundum-Nicht-Weihnacht-Weihnachtsprogramm dazu. Mit leerem Magen und gelangweilten Ohren schreibts sich schlecht.
Meine Freund feiert bei seiner Familie, und meine Familie sehe ich dann die nächsten Tage, dafür ebenso völlig stressfrei und weihnachtslos. Sie teilen meine Einstellung, dass man nicht extra einen aufgedrückten Feiertag braucht, um sich zu sehen und zu schätzen (und Geschenke, nein danke).
Diese Kiste mag sicher nicht jedermanns Sache sein, für mich wars dieses Jahr ein Experiment, das komplett geglückt ist. Wiederholung garantiert.
Trotz meines Boycotts wünsche ich Euch allen von ganzem Herzen - schöne Weihnachten im Kreise Eurer Lieben und natürlich einen guten Rutsch nach 2014.

Weihnachten


P.S.:

Natürlich wurden meine Tiere allesamt beschenkt. Hier seht Ihr einen Heuknabberbaum für meine drei kleinen Schweinchen (von denen nur zwei Moppel zusammen vors Bäumchen gepasst haben )


Mittwoch, 27. November 2013

Samstag, 9. November 2013

Auf der Zielgeraden...

... befindet sich gerade die Fortsetzung von Alines Abenteuern mit den Ewigen. 

Auserwählt wurde von mir innerhalb von drei Monaten zwischen Ende 2009/Anfang 2010 verfasst. Die Fortsetzung begann ich sogleich im Anschluß. Treue Leser wissen, dass in den kommenden Monaten und Jahren allerdings so viel passierte, dass das Skript erstmal eine Zeit lang ruhen "musste". Inzwischen haben wir fast Ende 2013, und genau wie ich ist Aline ein gutes Stück weit gereift, auch wenn zwischen den beiden Erzählungen nur Wochen anstatt von Jahren liegen.
Dieses Mal wird Aline mit einer Situation konfrontiert, die ihr mehr abverlangt, als sie dachte, jemals bewältigen zu können, denn die gesamten Ausmaße offenbaren sich erst nach und nach, wie ein wachsender Strudel, der sie immer tiefer in die Abgründe von Darons Familiengeschichte hineinzieht...
Ich bin gespannt, wie ihr Abenteuer diesmal ausgehen wird, und habe gleichzeitig auch ein wenig Angst davor, denn noch sind alle Karten verdeckt und alles ist möglich. 

Aline muss jetzt erwachsen werden.
Irgendwann müssen wir das wohl alle.

Samstag, 12. Oktober 2013

Herbstigel

Jetzt im Herbst sieht man sie wieder öfter, die kleinen stacheligen Wald- und Wiesenbewohner, wie sie sich für den Winter einen kräftigen Speckvorrat anfuttern. Leider schaffen es nicht alle, rechtzeitig das erforderliche Gewicht zu erreichen. Dann ist es notwendig, die Kleinen bei sich selber oder in einer Igelstation zu überwintern. Meine Eltern hatten nach Rücksprache mit der örtlichen Igelmama im November 2011 gleich drei Pensionsgäste im Keller und wie man sieht, fanden sie All-Inklusive richtig klasse:








Wer einen Igel in Not findet, kann sich bei Pro Igel gute Tipps für die erste Versorgung holen.

Freitag, 27. September 2013

Under The Sea

Da war ich Euch ja noch was schuldig - einige Unterwasseraufnahmen vom letzten Urlaub. Tun auch gut, jetzt wos draussen immer trüber wird und wenn man sich gerade von einer fetten Grippe erholt:







Montag, 16. September 2013

Herbst-Töne


  [Hans Christoph Neuert]

Es ist wieder soweit - die Tage werden kürzer, der Himmel (leider) grauer, die Blätter langsam bunter und die Sonne allmählich schwächer. Der Herbst ist meine liebste Jahreszeit, zugegebenermaßen habe ich ihn allerdings noch lieber, wenn er golden ist. Derzeit ist da eher nicht mit zu rechnen. Umso wichtiger, dass man es sich daheim gemütlich macht mit schönem Kerzenlicht, einem Glas guten Rotwein und der entsprechenden musikalischen Untermalung. Dies sind meine Favs für die diesjährige, dritte Jahreszeit - und welche sind Eure?

 
 Audiomachine - The Truth



 Audiomachine - The Last One



  Two Steps From Hell - After The Fall



 30 Seconds To Mars - Hurricane



 Emilia Torrini - White Rabbit

Freitag, 13. September 2013

Überraschung der Woche

Das ist wirklich eine schöne Überraschung:

PerRagazza liest Auserwählt
(und ich wusste es nicht, bis sie es vor ein paar Tagen durch hatte).

Danke für diese tolle Rezension zum Freitag, den 13ten :)

friday the 13th gif photo:  JASON100x100.gif

Montag, 5. August 2013

Gewinnspiel - Update

Meine Damen und Herren,

da bin ich ja richtig geplättet von der tollen Resonanz auf das Gewinnspiel.
So viele Leseratten *freu*
 
Ein dickes Danke für Euer großes Interesse und den glücklichen Gewinnern jede Menge schöne Schmökerstunden.
 
Generell möchte ich all meinen Lesern noch einmal Folgendes ans Herz legen:
Für Eure konstruktive Kritik sowie Anregungen und Wünsche habe ich stets ein offenes Ohr bzw. lesendes Auge. Wenn Euch also etwas auf den Nägeln brennt, dann könnt Ihr mir gerne an die bereits bekannte E-Mail-Adresse schreiben.
Ganz liebe Grüße gehen an dieser Stelle an alle, die mich bei meinen Schreiborgien, egal zu welcher Tag- und Nachtzeit, immer wieder motivieren und inspirieren (und manchmal auch nur ganz simpel in den A... treten ^^).
Schön, dass es Euch gibt


Samstag, 3. August 2013

Gewinnspiel

Edel:eBooks hat mir - Freude, Freude! - vier Gutscheincodes für den ITunes Store zur Verfügung gestellt, die ab sofort vier Wochen lang gültig sind.
Das ist doch eine schöne Gelegenheit, einige von Euch noch ein wenig glücklicher zu machen, als sie sowieso schon sind.

biggrin_girl.gifbiggrin_girl.gifbiggrin_girl.gif

Ich starte hiermit eine kleine Verlosung, zu gewinnen gibt es 

1x Gutscheincode Geraubtes Herz

3x Gutscheincode Auserwählt

smilie_girl_018.gif

Ihr müsst nur in die Tasten hauen und mir schnell eine E-Mail mit dem Betreff "Gewinnspiel"schicken an 

Emily.Byron@web.de

und dazu schreiben, welches eBook Ihr gern lesen möchtet.
Die ersten vier gewinnen und bekommen die Codes zugemailt.

Viel Glück (und ein dickes Danke an Edel:eBooks)!

Freitag, 2. August 2013

Sommergruseln

Fürs kommende Sommerwochenende am See (und auch sonst) hat Edel:eBooks was Schönes für Euch vorbereitet:

 

Wer also bei den heißen Temperaturen Gänsehaut braucht, hat hier gute Chancen auf eine kurzzeitige Abkühlung.
 Viel Spaß beim lesen.


Dienstag, 30. Juli 2013

Geister mögens scharf

Gerade passiert und schon etwas merkwürdig:
Ich sitze auf dem Sofa an meinem Notebook, als ich in der Küche etwas "schaben" höre, so als würden zwei Bleche übereinandergeschoben. Mir war sofort klar (nicht lachen) "Das kommt vom Gewürzregal!", und gleich folgte mein zweiter Gedanke "Oh Gott, ist eins der Mausekinder entkommen?" (nicht möglich, dazu sind die Terrariumwände zu hoch, als dass sie durch den Gitterdeckel klettern könnten). Ich schau auf in Richtung Küche und - zack!- fliegt die Dose mit dem Cayennepfeffer mit vollem Schwung aus dem Regal. Das Ding ist nicht einfach nur runtergefallen - und selbst dann müsste ich mich fragen, wie das passieren kann - sondern wurde wirklich mit Elan ein gutes Stück weit weg  gewischt...
Ein Luftzug ist ausgeschlossen, eine Bahn fuhr auch nicht vorbei, so dass es an einer Erschütterung hätte liegen können... 
Zugegeben, mir ist gerade etwas mulmig und ich würde gern an den Luftzug glauben, allein mein Bauch sagt "Komm, Du hast es doch gesehen." Schon kommen die Fragen - wer war das? Was sollte mir das sagen? Und wieso zum Geier Cayennepfeffer?!
Eine Nachfrage bei den Werschweinchen ("Hast Du was mitbekommen?") verlief ergebnislos. Man sagt Tieren ja eine besondere Wahrnehmung nach, bei meinen drei Umpa Lumpas jedoch beschränkt sich die wohl nur auf die fünf Sekunden vorm Öffnen der Kühlschranktür.
Bei mir bleibt ein großes Fragezeichen und ein komisches Gefühl im Bauch.
So etwas hatte ich in der Form auch noch nicht.
Gucken wir mal, ob das nochmal passiert.
Dann aber bitte mit dem Oregano.
Der ist nämlich leer.

Samstag, 27. Juli 2013

Knatschtag

Vielleicht ist heute einer dieser Tage.
Vielleicht brennt mir gerade die Hitze meine letzten funktionierenden Hirnzellen durch.
Vielleicht bin ich einfach auch nur richtig fett urlaubsreif.
Am liebsten alles zusammenpacken und abhauen, irgendwohin, wo mich keiner kennt, mich das Meer jeden Tag vor der Haustür begrüßt und ich nur noch die Flaschen schultern muss, ab ins Wasser und rein in die Tiefe.
Manchmal ist man einfach mit rein gar nichts zufrieden, obwohl alles gut ist, wie es ist.
Alles zuviel.
Nicht ansprechen.
Knatschtag.
Blubb.


Donnerstag, 25. Juli 2013

Büromäuse

Ja, richtig gelesen. Aber damit sind jetzt nicht meine Kolleginnen und ich auf der Arbeit gemeint.
Gestern Abend brachte mir mein Freund nach einem Überraschungsnotfall zwei verwaiste Babymäuse mit. Ob wir sie durchbringen könnten?
Schnell grob in entsprechende Lektüre eingefunden - ca. 3 Wochen alte Waldmäuse (?), brauchen noch Zufütterung alle 4-6 Stunden, au Mann. Also schnell noch empfohlene Babynahrung und Pipettchen gekauft und nun alle 6 Stunden Mäusejagd mit Zwangsfütterung. Ich sag Euch, die beiden sind nur goldig, aber auch anstrengend. Nächstes Fläschchen ist um 22 Uhr heute fällig, dann wieder so gegen 04:30 Uhr usw. 
Heute musste ich sie dann auch spontan mit ins Büro nehmen per Pet Shuttle, und mit allem Notwendigen ausgestattet. Die Kollegen waren großteils hellauf begeistert, keiner murrte, ich befürchte jedoch, das morgen eine Kollegin Einspruch erhebt. Da unser Chef aber meine Leidenschaft für Nager kennt und weiss, dass diese Situation für heute und morgen eine Ausnahme darstellt (ich meinte knallhart "Jedes Lebewesen, egal wie klein, hat eine Chance verdient, und wenns nicht recht ist, ists okay, aber dann geh ich jetzt gleich heim und nehm morgen Urlaub, denn im Stich lass ich die Kleinen nicht!"), darf ich - falls erforderlich - morgen sein Büro als Unterbringungsplatz nutzen, wenn die Kollegin streiken sollte. Allerdings werde ich die Mäuse morgen wohl in der großen Tragetüte lassen und unter meinen Tisch stellen, dann fallen sie nicht auf. Höchstens, wenn wieder wer kommt "Darf ich sie sehen?". Aber wie es bei Babys eben so ist, sie brauchen sehr viel Schlaf und gerade jetzt, nach dem Verlust von Mama und Geschwistern, viel Ruhe, Zuwendung und Päppelnahrung. Das hat Vorrang vor neugierigen Zuschauern. 
Gestern waren sie sehr malade, doch heute schon sehr quirlig und fit. Ich glaube, wir kriegen sie groß. Nächste Woche steht dann die Geschlechterbestimmung und evtl Trennung an und je nachdem, was die Fachleute sagen und wie die Entwicklung vorangeht, werden wir sie später auswildern oder in gute Hände vermitteln.
Nur ein Mausekind hat bisher einen Namen (Olli für Oliver oder auch Olivia), das andere ist noch namenlos. Ich vote je nachdem für Twist oder Jones ;)
Und hier kommt nun noch ein Bild der Kleinen - sie sind nicht größer als die Hälfte meines Daumens plus Schwänzchen. Man darf gespannt sein, wie es weiter geht.


Samstag, 20. Juli 2013

Sweet Music

Neulich gefunden (und mittlerweile nach sämtlichen Stücken des Meisters süchtig):


 


Viel Spaß beim reinhören und ein schönes Sommerwochenende Euch allen!

Samstag, 13. Juli 2013

Häppchen für die ungeduldigen Leser

Weil mich so viele in letzter Zeit nach dem Stand der Fortsetzung fragen - hier ein klitzekleines Rohkostminihäppchen zum "gschmackig" machen (wobei, gschmackig in dem Zusammenhang..? Aber lest selbst):



„A..in“ war das einzige, was ich mit enorm viel Fantasie verstand, und fragte nach „Was, Luan? Bitte, kannst Du deutlicher sprechen, ich kann Dich sonst nicht verstehen?“ Stattdessen schüttelte Luan den Kopf, sah mir mit einem Blick in die Augen, den ich nicht deuten konnte, der mir jedoch alle Härchen und Haare meines Körpers aufstellte, und ehe ichs mich versah öffnete er seinen Mund, aus dem nicht nur fast alle Zähne herausgebrochen – oder –gezogen? – waren, sondern in dem sich dort, wo die Zunge hätte sein müssen, nur noch ein undefinierbarer Klumpen hin und her bewegte."

Sex hat keine Macht

Das würde ich jetzt zwar so provokant formuliert nicht unterschreiben, ist aber ein verdammt gutes Lied, welches mir gerade aus meinem kleinen IPod entgegenhüpfte - kann man immer mal hören (besonders, wenn man wieder am schreiben ist):

(Und dank den tollen Videosperren -.- muss es eben das mit spanischen Untertiteln tun ^^)


Freitag, 12. Juli 2013

Freitagsrätsel

Mal was anderes:
Wer errät, woher der kleine Fratz Mina seinen Namen hat?
Wünsche Euch ein wunderschönes, gruseliges, dunkelschauriges Wochenende :)


Montag, 8. Juli 2013

Schwesternmord

Manchmal, da will der Kopf nicht so, wie man selbst. Dann fragt man sich "Kann ich das eigentlich überhaupt noch?"
Im Sinne einer "Finger-" oder Lockerungsübung (für den Geist) bat ich somit vor ca. einer Stunde meine Freunde über FB, sie sollen mir fünf Worte nennen, aus denen ich dann eine Geschichte formen würde. Die erste, die schrieb, war Little Ivy und nannte folgende fünf Begriffe;

Dunkelelfe, Tanzbein, Schwesternmord, Siebenschläfer, Tautropfen

Nun denn, hier kommt das Ergebnis - Ivy, das ist für Dich:

Schwesternmord


Wie lieblich sich die Tautropfen auf den Blättern der alten Ulme zu einem glitzernden Morgenreigen vereinten.
Hätte sie geschlafen, so hätte deren Funkeln sie sicher geweckt. Doch Shinya hatte nicht geschlafen. Sie hatte überhaupt nicht mehr geschlafen, seitdem sie ihrer Schwester Chala, der ersten in der Thronfolge, unter dem Vorwand eines Geheimnisses im Labyrinth des Falanschlosses den Atem aus ihrer Brust geraubt hatte. Sechs Monde schon zählte sie seit dieser Tat, und sechs Monde hatten ihre Schuld seither mit angesehen. Kein Mond würde mehr wie vorher sein.
Dunkelelfen waren nicht bekannt für ihre Skrupel, und wer der Königsfamilie angehörte, besaß ein vielfach höheres Risiko eines vorzeitigen, nicht allzu natürlichen Abgangs ins Reich der Marten. Dunkelelfen starben nicht. Sie warteten bei den Hütern der Seelen auf ihre Wiederkehr. Shinya wusste, gemessen am Lebensalter einer ihrer Art würde Chala sich innerhalb eines zeitlichen Wimpernschlages wieder auf die Reise ins Leben begeben und dem nachgehen, was Dunkelelfen ihren Namen gab – zu morden, gleich aus welchen Motiven. Sie konnten nicht anders. Es war ihre Natur. Elf, das war nur ein Begriff, der sich in verzierter Form im Laufe der Jahrhunderte eingeschlichen hatte, um das Grauen zu verdecken, welches die Dunklen in sich trugen. Sie besaßen keine Flügel, keine wallenden Kleidchen und lieblichen Gesichter. Die Schönheit ihrer Namen sollte ablenken vom Äußeren, welches nie das Licht der Sonne erblickte.
Doch Shinya hatte sich gewehrt. Sie hatte gekämpft gegen das Verlangen, sich bei Taganbruch in eine finstere Höhle zurückzuziehen und gleich einem Siebenschläfer schlummernd die restlichen Monate des verbliebenen Jahres abzuwarten.
Sie hatte gemordet, und ihre Hände waren voller Blut, auch wenn man es nicht sah. Shinya sah es und nur das zählte. „Jetzt, das ist Deine Chance!“, hatte ihre eigene Mutter Königin Malaya ihr zugeraunt, als Chala, die ihr Tanzbein ausreichend auf dem höfischen Ball der Finsterschaften geschwungen hatte, zum kurzen ausruhen auf die hölzerne Veranda der Trauerweide getreten war. Und mit einem allzu deutlichen Schubs Richtung Nachtluft war Shinya ihrem Auftrag gefolgt, war dem gefolgt, was ihr im Blut lag seit sie die Dunkelheit ihrer Welt erblickt hatte. Wie leicht war es gewesen, Chala ins Labyrinth zu locken, vorgaukelnd, sie hätte jemand Liebreizendes entdeckt, doch könne sie nicht sagen, um wen es sich handle. Denn der Stand, der wäre nicht angemessen. Chala, zu sanft für eine Dunkelelfe, zu zart und zu rein, als dass sie wirklich jemals hätte ihrer Art angemessen leben können, war ihrer Schwester nur allzu gern gefolgt, hatte sie fangen und wissen wollen, um wen es sich handelte. Die letzte Biegung ward ihr Verhängnis, und Shinya hörte im Geiste immer noch das Röcheln und Gurgeln aus erstickenden Lungen, spürte unablässig Chalas Finger, die sich um die ihren klammerten, als sie von hinten den Hals ihrer Schwester umfasste und zudrückte. Nicht die wunderbaren Versteckspiele aus der gemeinsamen Kindheit fanden in diesem Moment Platz in Shinyas Kopf, nicht die kindlichen Teeparties mit ihren Spielzeugen oder das eng aneinander gekuschelte Einschlafen, nachdem eine der beiden vor einem Albtraum zur anderen ins Bett geflüchtet war. In diesem Moment, da gab es nur die Lust zu töten, den Genuss, das entweichende Leben in sich einzusaugen und die Gier zu erlöschen, was man nicht selbst ins Leben gerufen hatte. Das war sie, die wahre Natur der Dunkelelfen, gefangen im Zyklus eines sich ewig drehenden Rades, verdammt auf ewig, wiederzukehren und Zwietracht und Mordlust zu säen, wo immer sie auf fruchtbaren Boden fiel.
Doch auch, wenn die Morde an ihren jüngeren Brüdern Shanal und Katil ihr wie eine lästige Fingerübung erschienen, die sie gleich einem Hund, der seine schmarotzenden Flöhe abschüttelte, ohne mit der Wimper zu zucken ausgeführt hatte, so fand Shinya dieses Mal keine Befriedigung in ihrem Tun. Kaum war Chalas Seele zu den Marten geflogen, ihr leerer Körper schlaff in ihren grobenschlachtigen Händen, da bemerkte Shinya zum ersten Mal etwas, das sie noch nie gefühlt hatte. Und das ihr nicht gefiel.
Reue. Scham. Ein Schuldgefühl, so groß wie tausend Arbenriesen mit einem Kanchinzwerg obendrauf. Chala, die Sanfte. Wie Seide so fließend ließ Shinya den leblosen Körper der älteren Schwester gen Boden gleiten und ergötzte sich an dem Meer aus Tüll, welcher sie umgab wie das Wassergrab einen ertrinkenden Dull. So schön sah Chala selbst im Tode aus, so lieblich ihre Haut, unter der kein Herz mehr schlug… Nein, Chala würde nie mehr wiederkehren.
Wie oft hatte Shinya als Kind an dieser Haut gelegen, hatte sich an diesem Herzen ausgeweint, wenn wieder schlimme Träume oder strenge Gouvernanten in ihrem Kopf ihr Unwesen trieben. Immer war Chala für Shinya da gewesen, immer hatte sie sich Zeit genommen für die kleine Schwester, die von allen als hoffnungsloser Fall belächelt im Teenageralter zur geheimen Hoffnung des Hofstaats avancierte. Shinya konnte sie alle einfach nicht enttäuschen, nicht ihre Mutter, ihren Vater und ihr Gefolge. Sie hatten erwartet, dass sie die Schwäche aus den eigenen Reihen entfernt, dass sie die Thronfolge säubert und ebnet für eine, die es mehr wert war als Chala, die lieber im Mondschein mit den Grillen spielte, als sich um die todeslüsternen Vorhaben im Schloss zu sorgen.
Vielleicht aber, so fragte sich Shinya, während die Sonne ihre ersten Strahlen gen Erdboden schickte, ist es das, worauf es ankommt. Jemand zu sein, der nicht der Etikette folgt, nur weil es von ihm erwartet wird, sondern jemand, der sein Herz in die Welt wirft und mit denen, die folgen, in den Morgen tanzt. Vielleicht ist es wichtiger, zu sein, wer man ist, als das zu leben, was erwartet wird. Vielleicht ist es sogar erstrebenswert, den Zeitpunkt der Reise selbst zu bestimmen. Vielleicht gibt es so viel mehr als das, was erzählt wird. Vielleicht…
Und mit dem ersten Strahl auf Shinyas Haut erloschen Trauer, Reue und Gram. In Sekundenschnelle fraß sich die Reinheit der Sonne durch ihren sündigen Körper und ihren schuldigen, trauernden Geist.
Vielleicht, so dachte Shinya zuletzt, als sie spürte, wie das Licht ihre Zellen zersetzte, sind die wahren Helden im Leben die, die niemals welche sein wollten.
 

Parselmund und Pandapo

Da entlässt man die Dame mit den pinken Haaren nach einem leckeren Soja Latte auf der Gloriette in die Waldgebiete Wiens und was passiert? Sie schließt sofort neue Freundschaften der etwas anderen Art:




(Danke an Dani für die beiden Fotos)


Es war schon komisch - da kam die Schlange ohne Scheu auf mich zu, ich schau sie an und hab sofort das Gefühl, dass das (nicht lachen) ne ganz Liebe ist. Also bin ich in die Hocke, sagte einmal freundlich "Hallo!", woraufhin die Schlange kurz innehielt, um dann ohne Angst gemütlich durch meine Beine durchzuschlängeln. Zugegeben, ich war auch versucht, der Ringelnatter (ist doch eine?) kurz meine Hand zum drüberkriechen anzubieten, entschied mich aber dann doch für die Vernunft.
Kurz darauf schlenderten meine Freundin und ich bei traumhaft (schwülen *ächz*) Wetter durch den Schönbrunner Zoo, wo es vielen Tieren wie uns ging:

Es macht auch froh - ein Pandapo

 Am Abend gönnten wir uns in einem nahe gelegenen Biergarten (oder wars doch ein Heuriger..?) diverse Tofuarten mit Reis, die neben den anderen vollmundig klingenden Gerichten tierischen Usprungs zwar in Sachen Beschreibung nicht anstinken konnten, dafür aber geschmacklich echt der Hit waren:





Und was wäre ein Wienbesuch ohne den Zentralfriedhof? Wir haben zwar nur ein Eckchen besichtigt, kamen aber schon da nicht mehr aus dem Staunen heraus. Von ehrfürchtig schön bis geschmacklich fraglich ist alles dabei:







Interested anyone? (Ist aber stark renovierungsbedürftig)


Solche Grabsteine habe ich persönlich noch nicht gesehen und von denen gibts offenbar mehrere. Dass man sich mit dem Auto als Prestigeobjekt auf dem Grabstein verewigen lässt... in manchen Kulturkreisen offenbar selbstverständlich, ich persönlich finde es befremdlich (Name absichtlich geschwärzt).
Alles in allem ein wunderbares Wochenende mit jeder Menge neuer Eindrücke und Erfahrungen, die mich/uns wieder ein Stück weiser (nicht erwachsener! ^^) haben werden lassen. Danke für Alles ツ