Montag, 31. Oktober 2011

Trick or Treat



Kürbisfratzen, Kerzenlichter,
gruselige Geistgesichter.
Heut ist nichts, wies bisher schien -
Ich wünsch Euch HAPPY HALLOWEEN!

Montag, 24. Oktober 2011

Von Zufällen, Zungen und echt guter Musik

Gerade habe ich meinen inneren Nerd heraushängen lassen und mich aufgrund der Ereignisse der letzten Tage/Wochen mit der Begrifflichkeit "Zufall" beschäftigt. Ein Zufall liegt laut Wikipedia dann vor, "wenn für ein einzelnes Ereignis oder das Zusammentreffen von mehreren Ereignissen keine kausale Erklärung gegeben werden kann. Als kausale Erklärungen für Ereignisse kommen in erster Linie allgemeine Gesetzmäßigkeiten oder Absichten handelnder Personen in Frage. Die "Erklärung" Zufall ist also gerade der Verzicht auf eine (kausale) Erklärung."
Hua.
Nun gut. So betrachtet war mein Leben bisher eine ziemlich grosse Anhäufung von Zufällen, manchmal mehr und manchmal so überhaupt nicht erklärbar. Na meistens eher Letzteres.
Ist es zum Beispiel Zufall, dass man drei Wochen vor seiner Hochzeit einen Anruf seines ehemaligen Nachbars von vor drei Jahren erhält, mit dem gerade mal ein mickriger Kuss gelaufen war (nach welchem er nebenbei bemerkt geradezu fluchtartig ohne weiteren Kommentar auszog *hust*) mit der Frage "Ja hallo, gell ist ne Überraschung, hey ich würd Dich gern mal wieder sehen, wann kann ich vorbeikommen, was machst Du so"? Meine Antwort lautete entsprechend schlagfertig "Och Du, nichts Besonderes, leben, arbeiten, in drei Wochen heiraten", worauf er ziemlich schluckte und dann meinte, es sei in Anbetracht dieser Tatsache wohl doch besser, er würde auf einen Besuch verzichten. 100 Brownie Points für den Herren. Wieso sticht ihn nach drei Jahren ausgerechnet drei Wochen vor meinem Gang zum Altar derart der Hafer, dass er bei meinen Eltern anruft (Doppelhua!) und sich nach meiner Telefonnummer erkundigt? Ist das Zufall?
Ich weiss es nicht. Aber lustig wars.
Ist es zum Beispiel Zufall, dass ich mit 18 Jahren in einer Metaldisco von genau dem Kerl angebaggert werde, der mich fünf Jahre zuvor auf dem täglichen Weg zur Schule immer als "fette Sau" usw. gemobbt hat? Ein Kind kann wirklich grausam sein. Und Rache kalt am süssesten. Ich spielte nämlich grinsend mit, nur um ihn im passenden Moment mit der bitteren Wahrheit zu konfrontieren. Diese aufgerissenen Augen, gefolgt von tausend Entschuldigungen, waren Genugtuung hoch zehn. Ist das Zufall?
Ich weiss es nicht. Aber lustig wars.
Ist es zum Beispiel Zufall, dass ich gerade einen Kerl kennengelernt habe, den ich ansprach, weil er mir irgendwie bekannt vorkam, nur um am nächsten Tag festzustellen, dass meine Freundin und Arbeitskollegin mit genau eben jenem Herren vor zwei Wochen das (Knutsch-)Verngügen hatte? Sie fand ihn furchtbar, ich interessant. Wie gross ist denn eine solche Wahrscheinlichkeit, zumal wir beide in Bezug auf Männer einen völlig unterschiedlichen Geschmack haben, und er weder ihrem noch meinem Beuteschema entspricht? Mein bester Freund fragte bereits, ob wir nun (Zitat) "Zungenschwägerinnen" seien? Dreifachhua! Wenigstens haben der betreffende Herr, meine Freundin und ich das Ganze mit Humor genommen und herzlich darüber gelacht. Ist das Zufall?
Ich weiss es nicht. Aber lustig wars.
Ist es zum Beispiel Zufall, dass ich am Samstag auf der Party meines zweiten besten Freundes ein echt süsses Mädel kennengelernt habe, das musikalisch mächtig was auf dem Kasten hat und von meinen schriftlichen Ergüssen ebenso angetan ist wie ich von ihrer Musik? Ist das Zufall?
Nein, das dann wohl eher nicht. Aber lustig wars.
In diesem Sinne - ♥lich willkommen bei meinen Lesern, Mila - und mach weiter so klasse Mucke!


Samstag, 15. Oktober 2011

Coco aus der Mülltonne


Mein Herzenshamster.
Mein Mülltonnenfindelkind.
Mein geduldiger Augenpatient.
Mein Ein und Alles.
♥ ♥ ♥

Samstag, 8. Oktober 2011

Muster, go home II

... und manchmal sind es Menschen, von denen man es am wenigsten erwartet, die ohne Vorwarnung in einem vollkommen nüchternen Ton einen derart simplen, aber dafür so fundamentalen und "Zong!"-verursachenden Satz raushauen, dass man sie am liebsten dafür knutschen möchte ♥

Montag, 3. Oktober 2011

Das je ne sais quoi oder Muster, go home!

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die uns die Augen öffnen. Die uns in ihrer banalen Trivialität einen solchen Tritt in den Magen verpassen, dass es uns beinahe auf den Hintern wirft. Wie ein simples Nutellabrot. Oder eine nicht vorhandene Zigarette.
Muster sind das Allerletzte, und ich spucke dieses Wort mit einer derartigen Abscheu aus, dass ich mit der Kraft, die dahinter steckt, jeden Kirschkernweitspotzwettbewerb auf dem lokalen Sommerfest gewinnen könnte. Wir alle haben sie. Wir alle leben sie. Wir alle lassen uns durch sie bestimmen in unserem Handeln, unserem Denken. Nicht jedes Muster ist schlecht für uns, denn es hat sich schon locker trillionenfach weltweit bewährt, vor dem Überqueren der Strasse nach links und rechts zu sehen. Oder nach dem Kochen sofort die Herdplatte abzustellen, bevor sie leise vor sich hinkokelt und das ganze Haus niederbrennt. Das sind Muster, die wir erlernt haben, indem sie uns bewusst beigebracht wurden, oder indem wir uns einfach was bei unseren Eltern usw. abgeschaut haben. Solche Dinge sind relativ simpel zu durchleuchten.
Schwieriger wird es, wenn wir vom Alltagskram wegblicken, und zwar in uns hinein. Ihr ahnt sicher schon, was jetzt kommt. Wir alle haben einen gewissen Menschentyp, den wir bevorzugen, ungeachtet der Optik. Ja, richtig gelesen, wir reden hier jetzt nicht von dem Adonis mit den Terence-Hill-Augen oder dem Knuddelbär mit dem Anschmiegbäuchlein. Wir reden von den Menschen, die uns faszinieren, sobald wir ihre Aura spüren. Sicher, das hört sich jetzt hochtrabend schwülstig und abgehoben esoterisch an, leider fehlt mir gerade ein passenderer Ausdruck, um nahezubringen, was ich meine, also nehmen wir den jetzt. Es gibt Menschen, die sehen wir nur einmal kurz an und wissen sofort, was sie einmal für uns bedeuten könnten, meistens dann auch irgendwann werden. Weil sie etwas haben, dass man nicht greifen kann, und was uns trotzdem fesselt. Man könnte jetzt den Begriff des "gewissen Etwas" verwenden, und ehrlich gesagt neige ich sehr dazu, da uns auch hier das Sortiment jener Terminologie kläglich im Stich lässt. Nicht selten schon bekam ich selber zu hören, ich würde "es" besitzen, und blickte sofort an mir herunter, was wirklich? Wo isses denn und was ist es, wo, wo, was?! Erklären konnten es mir die Betroffenen nicht so recht, ich hätte "es" einfach. Da hab ich mir dann schon mal meine Gedanken zu gemacht. Isses meine unkomplizierte Art, das Kumpeltypische, gepaart mit der *hust* netten Optik? Und andersrum, was ist es bei denjenigen, von denen ich behaupte, sie hätten das "je ne sais quoi"? Was das betrifft, kam ich bisher immer nur auf einen Nenner, der mir fast peinlich ist, ihn zu offenbaren - Arschloch. Et voilà, da wären wir, das Muster hat nen Namen. Dummerweise fällt mir fast immer erst im Nachhinein auf, wie lange ich mich um diese Person bemüht habe (mal so, mal so, schliesslich dreht es sich nicht immer nur um Amore). Und dann fällt es mir wie Schuppen von den Augen, wie sehr ich mich zum Fallobst gemacht habe, weil es mir, die jene Person ja schätzt, wichtig ist, dass es ihr gut geht, vor Allem, wenn man gewisse Dinge aus deren Leben kennt. Zum Dank dann emotional getreten zu werden, ist wahrlich nicht das, was man für seine Bemühungen erwartet.
Hiermit bekenne ich - mein Muster heisst Arschloch. Und ich falle immer wieder drauf rein, sei es als Lover, aber auch einfach nur als Freund. Schön blöd. Das Gute aber ist, EmBy lernt dazu. Manchmal ist die Leitung zugegeben ziemlich lang, auch weil ich selber erst spät merke, wie sehr mir so etwas eigentlich zusetzt (sind wir nicht alle super im Verdrängen?). Aber der Funkspruch "Mädel, Muster!" kommt allmählich immer öfter an. Und dann heisst es handeln. Sich selber zu schützen, indem man sich gnadenlos ehrlich fragt, sag mal Alte, was machstn Du da, hast Du das denn wirklich nötig?
Mir ist heute Nacht ein solches Lamperl aufgegangen, ach was sag ich, es ist ein ganzer Lampenladen - Muster, ahoi.
Ich werde meine Konsequenzen ziehen, in dem Mass, wie sie für mich gesund und vertretbar sind. Das wird sicher nicht schön, das weiss ich jetzt schon, aber kneifen gilt nicht. Und mittlerweile fühle ich mich wieder stark genug, mich solchen Unannehmlichkeiten zu stellen.
Muster, go home!
Ich denke mal, Ihr kennt das auch...