Samstag, 28. Mai 2011

Flohmarktfundstück


Heute um 10 Uhr war es soweit - das Glockenbachviertel in München startete, wie schon so oft - in einen neuen Flohmarkttag. Für alle, die das nicht kennen:
An verschiedenen Tagen im Jahr, je nach Organisation, verwandeln sich zahlreiche, private Hinterhöfe eines wirklich hübschen Münchner Stadtteils, umgeben von vielen, kleinen, schnuckeligen Cafes, in ein wahres Flohmarktparadies. Hauptsächlich sind dort Second Hand Klamotten und Kindersachen zu erstehen, doch hier und da findet man, bei genauem Hinsehen, das ein oder andere Kleinod. Meinereiner ergatterte heute einen prima Nietengürtel für zwei Flöckchen und im Nachbarhof dann etwas, worin ich mich sogleich verliebte. Nennt mich Kitschtante, aber dieses Bild zog mich einfach magisch an. Eigentlich ist es "nur" eine alte Postkarte hinter einem simplen Glasrahmen, doch das Motiv besitzt irgendwie eine ganz besondere Ausstrahlung. Auf nen Euro runter gehandelt, na da kann man echt nicht meckern, und sofort eingesackt. Daheim öffnete ich das Bild, um neugierig auf die Rückseite zu luren. München kann ich ja noch erkennen, und den 26.4. auch, aber der Rest...
Also, wer das entziffern kann, bitte melden, würde mich sehr freuen.
Jetzt braucht das Schmuckstück nur noch einen besonderen Platz.

Erzählt doch mal - was sind Eure Lieblingsfundstücke?

Mittwoch, 25. Mai 2011

Das Klacken von Krallen auf nacktem Parkett

So langsam könnte man drüber nachdenken, meinereiner mal in den Urlaub zu schicken. Was ab Mitte nächster Woche der Fall sein wird, zwar nur Balkonien, aber wenigstens in trauter Zweisamkeit. Mit ganz viel Harmonie, bitte schön.
Nun bin ich ja kein Mensch, der nicht damit klar kommt, wenn es mal hier oder da im zwischenmenschlichen Gebälk quietscht und Stunk gibt (ich höre da einige Freunde grad irgendwo ganz leise lachen -.-). Klar zieht es mich runter und beschäftigt mich, man möchte ja, dass immer alles passt, nur wann ist das schon der Fall? Ändern kann ichs eh nicht, und wenn mancher Knatsch sich nicht mehr irgendwann regeln lässt, dann wars die Sache eh nicht wert.
Am Freitag gab es leider ne Runde solchen Knatsch zwischen mir und Misjö, was zwar nicht grad leicht für mich war, aber verglichen zu vielen anderen Dingen doch harmlos. Kommt halt immer auf die Perspektive drauf an, und wenn man bedenkt, was ich gerade hinter (und noch vor mir habe), erfährt das für mich persönlich schon eine ganz andere Gewichtung. Ich war - zugegeben - zutiefst verunsichert. Dieser Zustand hielt sich das ganze Wochenende durch, was unter Anderem zur Folge hatte, dass eine am Samstag neu gekaufte Hose, recht knackig sitzend, schon am Montag wieder um eine Nummer zu gross für mich war (seit der Trennung vom NM nehm ich bei Kummer überraschend rasant ab).
Ich erzähl Euch das, damit Ihr eine grobe Vorstellung davon habt, wie es mir das Wochenende über ging, auch wenn ich am Samstag Abend - oder gerade deswegen - meinen Hintern hochbekam und die Nacht bis knapp 7 Uhr in der Früh mit Freunden durchrockte. Das war zwar ne schöne Ablenkung, und es gab viel zu lachen, am Grundzustand änderte das jedoch leider nichts.
Den finalen Anstoss, mich am Schopf packen zu müssen (!), bekam ich dann in der Nacht von Sonntag auf Montag. Da passierte etwas, was mir bisher noch nie untergekommen ist und ehrlich, ich hatte Schiss bis zum Anschlag, egal wieviel (oder wenig?) Erfahrung ich bereits auf dem Gebiet habe.
Irgendwann gegen 22:30 Uhr trollte ich mich ins Bett, um im Schlaf Erholung zu finden. Tja, denkste. Die Nacht wurde ein einziger Albtraum. Denn kaum hatte ich das Licht gelöscht und mich unter die Decke gekuschelt, fing es an - das Klacken.
In meinem Schlafzimmer.
In unregelmässigen Abständen, als würde jemand auf dem Parkett auf und ab laufen, der Absätze trägt.
Oder mindestens eine Kralle am Fuss besitzt.
Erst dachte ich, ach das ist sicher ne Maus im Rolladenkasten, oder der Nachbar über mir, oder das Holz knarzt, weil es sich nach der Wärme des Tages wieder zusammenzieht...
Möp.
Falsch gedacht.
Irgendwann richtete ich mich auf und lauschte.
Das Klacken ging weiter.
Tja und da musste ich nach angestrengtem Hinhören feststellen, dass es sich tatsächlich IN meinem Schlafzimmer befand und von UNTEN, vom Fußboden kam. Mal näher, mal wieder an der anderen Seite des Zimmers...
Als ich das erkannte, schmiss ich mich sofort zurück unter die Decke und hoffte, schnell einzuschlafen. Der Schweiss rann mir in Bächen über Gesicht und Rücken, und das sicherlich nicht nur, weils mir unter der Decke allmählich warm wurde. Sprich, ich hab mir so dermassen in die Hosen gemacht, dass alles zu spät war. Insgeheim verfluchte ich mich dafür, mir neulich PA angesehen zu haben, und versuchte mir einzureden, dass ich durch den Knatsch und die durchgemachte Nacht wohl ziemlich übernächtigt und erschöpft sei. Trotzdem, dieses Klacken konnte man sich einfach nicht schön- oder wegreden. Es ging immer weiter...
Verdammte Axt.
Offenbar hab ich mit den Filmen, die mir, wie bereits geschrieben, derart durch Mark und Bein gingen, ein neues Türchen geöffnet, welches durch den geschwächten Zustand des Wochenendes ein grosses Stück weiter aufgeschubst wurde.
Ich bibberte unter der Decke und versuchte, mich so schnell wie möglich in den Schlaf zu murmeln, was mir irgendwann auch gelang. Allerdings nicht, ohne davor im Alphawellenzustand noch schnell eine Runde gewischt zu bekommen. Beruhigend redete ich auf mich selber ein, dass sei alles kein Problem, ich sei einfach nur erledigt, das sei irgendwas ganz Triviales, ich hätte jetzt zudem mein Schutztattoo, und die Filme hätte ich mir neulich nur aus reiner Neugier angesehen, nichts weiter.
Und dann hörte ich ihn.
Wie er nur kurz, mit einem hörbar genüsslichen Grinsen im Gesicht, anfügte - "Und aus Angst."
Danach war schlagartig Ruhe.
Und ich schlief vor Erschöpfung sofort ein.
Was lernen wir daraus?
Er ist immer bei mir.
Er wird mich nie in Ruhe lassen.
Sobald er eine Lücke im System sieht, wird er sie nutzen, und das je nach Lust und Laune mal freundlich, mal weniger nett. Er ist nun mal das, was er ist, und da schwankt die Spanne seiner Launen stets von einem Extrem ins andere. Gibt ja keinen, der ihn bremst.
Gestern hab ich darüber mit meinem Freund gesprochen, der nur meinte "Na da bin ich mal gespannt, wie das dann im Urlaub wird."
Ehrlich - ich mag gar nicht daran denken...

Sonntag, 22. Mai 2011

Sneak Peak


Ein kleines Sonntagsguzzi als Entschädigung für die lange Zeit, in der Ihr nichts von mir gehört hattet

Mittwoch, 18. Mai 2011

Anneliese Michel

Da zuletzt gepostetes Thema - Paranormal Activity, und gemeint ist nicht nur der Film - doch auf sehr reges Interesse stösst (und ich Schussel es beim letzten Eintrag einfach vergessen habe, sorry ich bin urlaubsreif *rotwerd*), wollte ich Euch die Originaltonbandaufnahmen von Anneliese Michel ans Herz legen. Auf ihrem wahren Fall begründet sich die ganze Exorzistenreihe. Man kann ja sagen, was mal will (schizophren, wahnsinnig, gaga usw.), aber wenn man den Aufnahmen mal ganz genau lauscht, merkt man nicht nur, mit welch unmenschlicher Lautstärke Anneliese (oder eher ihr Besetzer) beim Exorzismus gegen die Austreibung kämpft, sondern hört auch hier und da kleine, feine Botschaften, die im Gebrülle des Ganzen beinahe untergehen. Lange Rede, kurzer Sinn, hier die Aufnahmen:


Klickt Euch ruhig auch durch die anderen Videos - der Weg, wie Anneliese zu dem wurde, was ihr bis heute traurige Berühmtheit einbrachte, ist im wahrsten Sinne des Wortes "unheimlich" interessant...

Dienstag, 17. Mai 2011

Paranormal Activity

Letztes Wochenende hat mir mein Freund die beiden Teile von Paranormal Activity gezeigt. Schon länger bin ich darum herum geschlichen, habe mich aber nie wirklich daran getraut. Ja Schisser, zugegeben. Es gibt bestimmte Filme, die kann ich mir einfach nicht alleine ansehen oder nicht mal zu zweit, weil mich das, was ich sehe, so dermassen aus den Schuhen haut, dass alles zu spät ist. Das war beispielsweise schon bei Der Exorzismus von Emily Rose der Fall. Bei einigen Sequenzen mussten mein Nochmann (im Folgenden NM) und ich damals umschalten, weil wir uns so ängstigten und ich mich im Speziellen. Als jemand, der sehen kann, sind gewisse Filme einfach kein nervenkitzeliger Zeitvertreib, sondern eher eine Begutachtung, wie viel Wahrheit darin steckt, beziehungsweise wie gut der Filmemacher / Drehbuchschreiber über die andere Welt Bescheid weiss. Wie gesagt, bei letzterem Film gab es ein, zwei Szenen, bei denen ich nur sagte "Das kann ich mir nicht anschauen, das ist zu nah an der Wirklichkeit, wenn ich das jetzt sehe, hab ich heute Nacht wieder die Hölle auf Erden." Klassische Trigger eben. Und wenn man von 30 Nächten mindestens 20 relativ "gejagt" verbringt, lernt man seine Ruhephasen einfach zu schätzen.
Bei Paranormal Activity lag ich stocksteif auf der Couch und musste ebenfalls in gewissen Szenen unter die Decke luren. Da mein Freund wie ich mehr von drüben weiss, allerdings in seiner Entwicklung schon weiter vorangeschritten ist als moi, hatte ich zwar einen gewissen Schutz im Rücken, dachte mir aber die ganze Zeit "Verdammt, warum schaust Du Dir das nur an, es schürt doch nur das, was Du eh schon weisst." Die Antwort ist, ich war einfach neugierig. Was ich in Paranormal Activity zu sehen bekam, war wirklich nicht von schlechten Eltern. Angeblich soll er ja auf wahren Tatsachen beruhen und wenn ich ehrlich bin, ich kann mir das durchaus vorstellen. Es steckt soviel Wissen darin, was für Otto Normalo geschickt als simpler Grusel verpackt wurde, doch dem, der sich mit der Materie ein wenig auskennt, die Nackenhaare zu Berge stehen lässt. Jedesmal, wenn der Ehemann "ihn" provozierte, hab ich vor dem Computer gewinselt "Nein, nein, lass das, Du machst alles total falsch." Als er dann tatsächlich ein Ouija-Board anschleppte, hätte ich am liebsten in den Fernseher gegriffen und es ihm schreiend aus der Hand gerissen. Mit so etwas öffnet man Türen, ohne es zu merken, und das, was dann herbeigerufen wurde, versteht nicht nur keinen Spaß, sondern klebt dann auch an Dir wie Kaugummi in Deinem Haar. Als ich noch mit meinem NM zusammen wohnte, berichtete er mir von Zeit zu Zeit in der Früh von komischen Dingen, die ich in der Nacht gemacht hätte. Einmal, meinte er, sei er noch am Computer gesessen, während ich schon oben im Bett lag und schlief. Plötzlich hätte ich derart schallend laut zu lachen begonnen, dass ihn das glatt fünf Jahren seines Lebens gekostet hätte. Danach sei sofort wieder Ruhe gewesen. Ein anderes Mal wachte er mitten in der Nacht auf, weil er etwas gehört hatte. Er fand mich kerzengerade im Bett sitzend vor, wie ich ein Gespräch mit jemandem führte, der für ihn nicht sichtbar war. Das Erstaunliche daran war, dass ich schlief, und mich trotzdem offenbar derart klar artikulierte (man neigt beim Schlafsprechen ja doch eher zum Nuscheln), dass mein NM in der Lage war, dem Gespräch zu folgen. Er meinte, man hätte richtig gemerkt, wie ich das Gegenüber habe erzählen lassen, um selber im Anschluss darauf zu antworten. Als er mir am nächsten Tag davon berichtete und meinte, dass habe ihn ziemlich fertig gemacht, sagte ich nur simpel "Ich weiss. ER war heute Nacht wieder da." Wer ER ist, darüber möchte ich jedoch (noch) Stillschweigen bewahren, denn es ist wie in Paranormal Activity - je mehr Aufmerksamkeit man diesen Wesen schenkt, desto mehr versuchen sie auch, jene zu erlangen.
Mein NM hatte sich diesen Film einst alleine in der Nacht angesehen und später nur gemeint, ich dürfte mir den auf keinen Fall ansehen, der würde mich nur fertig machen. Ehrlich, hätte ich jetzt nicht einen gewissen Schutz, ich hätte mir das garantiert nicht angesehen. So aber konnte ichs ganz gut wegstecken.
Naja.
Bis zur ersten Nacht, in der ich wieder allein schlafen musste.
Da zog ich mir nur noch die Decke übern Kopf, hoffte auf den Schutz meines neuen Tattoos (aber davon ein anderes Mal) und versuchte, ganz schnell einzuschlafen.
Mir reichts, wenn mein Begleiter des Nächtens in meinen Träumen an mir klebt.
Live und in Farbe muss das dann aber wirklich nicht sein...

Dienstag, 3. Mai 2011

Demon Lovestruck

Manchmal ist die Welt schon ein mehr als merkwürdiger Ort.
Vor noch nicht allzu langer Zeit trat ein bestimmter Mensch in mein Blickfeld, den ich zwar zunächst nicht auf meinem "potentieller Kandidat"-Schirm hatte und der selber dachte, "Wow ist die toll, die will sicher nichts von mir.", aber wie wir heute wissen, haben wir beide damit gründlich in die falsche Richtung gedacht.
Ja, das soll heissen, dass sich gerade etwas sehr Schönes entwickelt.
Das gleichzeitig auch sehr beeindruckend und stellenweise erschreckend ist.
Der, der sich gerade in vorsichtigen Schritten in mein Herz schleicht, kann sehen. Nicht unbedingt die Seelen auf der anderen Seite so wie ich, dafür hat er eine umso stärkere Verbindung mit den Wesen, zu denen mein Quälgeist seit jeher gehört. Wir reden in Ruhe und sehr bedacht über dieses Thema, berichten, was uns gegenseitig passiert ist, was uns beunruhigt und bewegt. Dabei achten wir stets darauf, nie die Namen derer zu nennen, die uns nach Lust und Laune besuchen. Wobei dies - so mein Seelenverwandter - eigentlich kontraproduktiv ist, denn jedes Wesen hat irgendwo seinen Gegenpol, der entsprechend als Schutz fungieren könnte. Ich jedenfalls achte trotzdem sehr darauf, nie seinen Namen zu nennen, da meine Angst viel zu groß ist, er könne den Menschen, die ich liebe, etwas antun. Lieber kein Risiko eingehen, denn hierfür gibt es keine Versicherung, die im Schadensfall bezahlt.
Wie richtig ich mit meiner Befürchtung lag, dass er nicht lange auf sich warten lassen wird, sobald wieder jemand Besonderes in mein Leben tritt, zeigte sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Kurz vor dem Einschlafen streifte er mich wie ein kalter Windstoß, ging mit seinem massiven, geschuppten Körper an mir vorbei und warf mir aus seinen gelben Augen mit den schwarz geschlitzten Pupillen einen derart warnenden Blick zu, der keinen Zweifel an seiner Botschaft ließ - "Denk ja nicht, ich hätte Dich vergessen..."
Ein Freund, dem ich hiervon berichtete, meinte, dies sei ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der besondere Mensch in meinem Leben durchaus eine potentielle Gefahr / Konkurrenz für ihn bedeute. Jener dagegen meinte, er habe keine Angst vor ihm, und werde schon mit ihm fertig. Hierauf bat ich um Vorsicht, er könne gerne die Fronten klären, solle sich aber von jeglicher Konfrontation fernhalten.
Zum Einen, weil ich fürchte, dass er ihm dann mächtig eine einschenkt.
Zum Anderen aber vielmehr, weil ich weiss, wem er dann garantiert eine einschenken wird.
Nämlich mir.
Und zwar Nächte lang und mit dem grössten sadistischen Vergnügen.
Ein klein wenig hatte ich ja gehofft, mit meinem realen Albtraum habe sich auch dieses Problem erledigt.
Falsch gedacht.