Samstag, 30. Oktober 2010

Die Sache mit dem Onlinedating

Gerade kam in den Nachrichten die Meldung, dass die junge Melanie (23) nach einem Internetdate tot im Wald gefunden wurde. Zur Leiche geführt hat die Polizei derjenige, der unter dem dringenden Tatverdacht steht - ein 27jähriger, der sich im Net als Frau ausgegeben hatte, offenbar um so Kontakte zu jungen Damen herzustellen...
Das Internet, es ist Segen und Fluch zugleich, denn wir sind ständig mit der ganzen Welt verbunden. Leider weiss man nie, wer am anderen PC vor dem Bildschirm sitzt, zu viele verkrachte Existenzen ziehen dort draussen ihre Kreise. Es fehlen Mimik, Gestik, Tonklang und man kann sich auf nichts verlassen ausser auf ein paar Buchstaben auf dem Screen.

Ich erinnere mich noch an die ein oder andere Geschichte, die mir vor Jahren beim Onlinedating passiert ist, lange bevor ich meinen Mann - damals war ich nebenbei bemerkt überhaupt nicht auf der Suche - überraschend auf einer Party traf.
Meine allererste Internetbekanntschaft kam witzigerweise aus meiner Gegend. Ich lernte ihn - man möge verzeihen, dass ich alle Namen überhaupt nicht mehr weiss - über den Chat eines überregionalen Radiosenders kennen und dachte mir damals in meiner grenzenlosen Naivität, ach ja wär schön, mal den Freundeskreis zu vergrößern. Ohne Hintergedanken, einfach nur mal schauen, wer da hinter den Zeilen steckt, las er sich doch wirklich nett. Am Treffpunkt angekommen war ich positiv überrascht - ein wirklich gut aussehender Kerl, sehr freundlich, allerdings null Manieren = Stoffel. Gut, ich wollt ihn ja nicht heiraten und so hatten wir einen netten Abend voller Klatsch und Tratsch. Wir verabschiedeten uns per Handschlag und sagten, wir würden in Kontakt bleiben. Was so aussah, dass ich einige Zeit später eine vorsichtige Anfrage seinerseits bekam, ob er - Achtung gleich kommts - meinen Arsch fotografieren dürfe. Nur für private Zwecke, gerne auch mit Abzügen für mich, wir könnten die Bilder ja in seinem Auto auf den teuren Ledersitzen schiessen, er wüsste da einen abgelegenen Parkplatz und ich dürfte auch bestimmen, welche Fotos er behalten dürfe...
Das muss ich jetzt nicht großartig kommentieren, oder? Und wenn Ihr fertig gelacht habt, dann erzähl ich Euch von dem unglaublich tollen Bundeswehrpiloten (nachweislich korrekte Angabe), der aussah wie eine Mischung aus Tom Cruise, Brad Pitt und George Clooney, hervorragende Manieren besaß, aber nur auf eine weitere Braut in irgendeinem Hafen scharf war und mich mit seinen Geschichten über die Meuchelei unschuldiger Häschen nicht gerade begeistern konnte.
Das Aus meines Onlinedatings spottete jeder Beschreibung und wäre die Geschichte nicht zu lustig, man müsste eigentlich weinen.
Ein Herr bat mich um ein Date, auf dem Bild sah man ihn auf seinem Rennrad, allerdings mit Sonnenbrille und Bandana. Als Arbeitgeber wies er das Deusche Luft- und Raumfahrtzentrum aus, das stellte sich später als wahr heraus, ehrlich war er also auf jeden Fall. Naja. So ehrlich, wie man eben mit Sonnenbrille und Bandana sein kann. Wir verabredeten uns bei mir in der damaligen Stadt um 15 Uhr auf einem Parkplatz. Zugegeben, ich war bisserl aufgeregt und etwas eher da. Um 14:55 Uhr bekam ich eine SMS, er stehe seit über 30 Minuten im Stau, es dauere noch. Hmpf. Das smste er also kurz vor der vereinbarten Zeit, hätte er mal eher dran denken können, schließlich wars Winter und saukalt. Ich also höflich "Kein Problem, ich friere und geh schon mal vor." Allerdings blieb ich dann auf dem Weg ins Cafe in der örtliche nBuchhandlung hängen, was ich ihm pflichtbewusst sofort per SMS mitteilte. Dort war ich so in die Leserei vertieft, dass ich gar nicht bemerkte, wie ER sich neben mich stellte. Als er mich ansprach und ich aufblickte, fiel mir vor Schreck fast das Buch aus der Hand. Hässlich ist noch geschmeichelt. Am schlimmsten waren neben den unfrisierten Haaren (er fuhr Auto, also keine Entschuldigung von wegen Helm) die Augen, welche nach Hausfrauenart links nach der Wäsche und rechts nach den Klammern schielten. Nein, scholt ich mich innerlich, Emily sei nicht so oberflächlich, vielleicht isser ja ein herzensguter Kerl, für Äusserlichkeiten kann man ja (fast) nichts. Wir also in mein Stammcafe, wo augenblicklich Murphy's Law in Kraft trat - noch nie, ich wiederhole, noch NIE waren in meinem Stammcafe so viele gutaussehende Single(!)-Männer anzutreffen gewesen. Welche Macht auch immer das veranlasst hatte, sie hat sich da ganz kräftig vor lachen in die Hose gemacht. Als wir eintraten, herrschte schlagartig Stille und ich erhaschte einige Männer, die erst mich und dann ihn musterten - und mich im Anschluss mit einer Mischung aus Mitleid und Entsetzen bedachten. Hinter ihren Augen konnte ich es rattern sehen - entweder ist der Kerl Millionär oder im Bett eine Granate sondersgleichen. So setzten wir uns also, ich bestellte irgendwas LatteMacchiatoHaselnussnochwasartiges und er einen Cappuccino. Da versuchte ich das Eis mit etwas Humor zu brechen:
"Oh, Du trinkst ja was ganz Exotisches."
Er sah mich verständnislos an:
"Wieso?"
Au weia. Hässlich und kein Humor. Nicht gut.
All das war schon Fakt genug, kein zweites Date einzugehen, doch der finale Todesstoß versetzte der Kerl sich selber, als er - Achtung jetzt kommts - eimnStoff(!)taschentuch hervorzog, um sich mit lautem Elefantengetröte zu schneuzen. Männer, damit Ihrs wisst, das geht mal sowas von gar nicht! Da konnte ich nicht länger stillhalten und sagte klipp und klar, dass ich mich von ihm verarscht fühlte, ich würde noch meinen Latte trinken und dann gehen, aus uns würde nie etwas werden. Lieber ein Ende mit Schrecken, na Sie wissen schon. Heftig, aber wenigstens ehrlich. Somit tranken wir schweigend aus und draussen konnte ich es mir nicht verkneifen, ihn herzlich zu verabschieden und den Rat mitzugeben, er solle beim nächsten Versuch mehr auf sich aufpassen, sind nämlich nicht alle da draussen so nett wie ich *hust*
DAS war der Punkt in meinem Leben, wo ich sagte - nie wieder Onlinedating. So ähnlich wie nie wieder Alkohol. Nur dass ich mich an den Vorsatz mit dem Dating fortan wirklich konsequent hielt.
Natürlich will ich nicht ungerecht sein, es gab auch das ein oder andere wirklich reizende Date, so dass festgehaten werden muss, es sind nicht alles Spinner da draussen. Ich erinnere mich zum Beispiel gerne an den wirklich putzigen Herzchirurgen, der mich gleich beim ersten Date ins Musical einlud. Gut, der Effekt wäre besser gewesen, wenn er mir nicht gesteckt hätte, dass er die Karten nicht gekauft, sondern geschenkt bekommen hätte und ohne Begleitung nicht hingegangen wäre, aber es war die Geste, die für mich zählte. Jede(r) meinte, Mensch Emily, das istn Fang, nimm den Doc, der schaut gut aus, ist sehr nett, nie daheim und sicher mit Asche aufm Konto gesegnet. Ja, entgegnete ich, aber was soll ich mit einem Mann, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob er mich küssen will oder im nächsten Moment bittet, mal zu husten? Bitter, aber wahr, es hat einfach nicht gefunkt. Wäre ich dagegen auf Prestige und Kohle scharf gewesen, hätte ich schon längst bei anderen zuschlagen können. Leider kickte sich der gute Doc dann selber ins Aus, als er mir berichtete, er wolle mehr in die Forschung und fände es toll, an Ratten herumzschnippeln. Öhm. Okay, dann mal viel Spaß dabei, da musste ich weg.

Was ich als Frau auf jeden Fall aus diesen Geschichten gelernt habe, sind die goldenen Regeln des Onlinedatings:
1) Treffe Dich an öffentlichen Orten zu normalen Arbeitszeiten (also, wenns hell ist an gut frequentierten Plätzen)
2) Gebe nie Deinen Nachnamen oder gar Deine Adresse heraus
3) Lass den Mann zu Dir in die Stadt kommen, sollte er von anderswo kommen
4) Wenns nicht passt, dann sagt es sofort und vergeudet nicht Eure und seine Zeit
5) Habt immer ein Back Up, das Euch erlösen kann (Notruf auf der Toilette usw)
6) Habt immer seinen vollen Namen und seine Telefonnummer bei der Familie oder Freunden hinterlegt
7) Meldet Euch während dem Date kurz bei Euren Back Ups und lasst sie wissen, was Sache ist
8) Erzählt nicht zu viele Details von Euch und seid nach dem Date am besten noch mit ner Freundin verabredet
9) Kommuniziert das, damit der Typ weiss, es bringt nichts, Euch nach dem Date eventuell zu verfolgen

All das sind natürlich nur meine Erfahrungen und es gibt sicher noch die ein oder andere Vorsichtsmassnahme mehr. Fakt ist, wenn das Schicksal Euch vorbestimmt hat, diesen oder jenen Weg gehen zu müssen, dann nutzen Euch alle BackUps der Welt nichts, dann erwischt es Euch. Punkt. So wie die arme Melanie. Sie wollte nur ein nettes Mädel kennenlernen, mit dem man tratschen, lachen und ab und zu mal ins Kino gehen kann. Was sie traf, war ein Kerl, der sich als Frau ausgegeben hatte, mit dem sie sich auf einem öffentlichen Parkplatz traf und der sie später ermordete.

Es gibt kein Patentrezept, soviel ist klar. Und irgendwie haben, wenn ich so zurück denke, trotz aller Abgespacedheit all diese Dates doch auf die ein oder andere Weise Spaß gemacht.
Seid einfach nur ganz besonders vorsichtig.
Okay?


Mittwoch, 27. Oktober 2010

Brennend Bestie ohne Herz

Soeben hat es mich gepackt und ich musste wieder schreiben.
Diesmal in Gedichtform, ja manchmal reisst es mich einfach.
Wer gucken will, was dabei rausgekommen ist, der darf sich hier mal umschauen

http://www.gedanken-sind-frei.de/gedichte/lesen/gruselige%20gedichte/brennend%20bestie%20ohne%20herz-779/

Ich hoffe, es gefällt Euch.
Schreibt doch einen Kommentar unters Gedicht, würde mich sehr drüber freuen ♥

Samstag, 23. Oktober 2010

The Legend of Slender Man

Alles begann im Juni 2009 im Forum von Somethingawful, als eines Tages ein User auf die Idee kam, selbst gebastelte Fotos ins Net zu stellen, auf denen angeblich paranormale und unheimliche Phänomene dokumentiert sein sollten. Das Ganze verstand sich von Anfang an als harmloser Spaß, der auf die Kreativität und das Können zahlreicher Photoshop-Benutzer abzielen sollte.

Doch schon kurz darauf wendete sich das Blatt, als ein User namens Victor Surge zwei Bilder des sogenannten Slender Man postete, welcher angeblich immer erscheint, kurz bevor Kinder spurlos verschwinden.

Der Slender Man bevorzugt laut dem Mythical Creatures Guide neblige Straßen und von Bäumen gesäumte Flächen, da ihm diese eine besonders gute Deckung verleihen. Seinen Namen verdankt der Slender Man seiner übergroßen, schlacksigen Gestalt mit Armen und Beinen, die er entsprechend seinen Wünschen auf jede beliebige Länge ausdehnen kann. Nicht viel ist über ihn bekannt, doch weiß man, dass seine Anwesenheit die Betreffenden mit einer seltsamen Mischung aus Angst und Wohlbefinden erfüllt, mit welcher er die Opfer in seine Arme lockt. Was er mit ihnen macht oder wohin er sie bringt, darüber ist bis heute nichts bekannt, verschwinden die Erwählten (meist Kinder) doch, ohne jegliche Spur zu hinterlassen. Auch einigen Erwachsenen soll er sich bereits gezeigt haben, bevorzugt einzelnen Reisenden bei Nacht auf endlos scheinenden Straßen, die durch weitgehend unbewohnte Wildnis führen. Sichtungen werden mittlerweile neben Amerika sogar aus Norwegen und Japan berichtet.

Moment mal.

Sichtungen?

Richtig gelesen.Was einst als Gag gedacht war, eventuell sogar mit dem Hintergedanken, es mit den wirklich bemerkenswert gut getürkten Bildern in die Abendnachrichten oder in ein Magazin für paranormale Phänomene zu schaffen, breitete sich alleine in besagtem Forum so unfassbar schnell aus, dass es dem Erfinder nach einiger Zeit selbst nen Tick zu scary wurde. Relativ zügig gab Victor Surge zu, es handele sich beim Slender Man um eine reine Ausgeburt seiner Fantasie, bei deren Entstehung er einige Dinge kombiniert habe, die ihm eine Heidenangst einjag(t)en. Nur einen Post darunter berichtet sogleich ein User namens GWBBQ, er habe kurz nach dem Lesen der Beiträge von Victor Surge davon geträumt, von einer Figur verfolgt zu werden, die dem Slender Man nicht unähnlich gewesen sei. Hierauf meldeten sich immer mehr Albtraumgeplagte und später berichtete sogar ein User, es gäbe in Deutschland Holzstiche aus dem 16 Jahrhundert, die die Existenz jener mystischen Figur belegen würden.

Immer weiter und weiter sponn sich die Urban Legend vom auf dem Schwarzen Mann basierenden Slender Man, bis immer mehr Forennutzer davon schrieben, sie könnten nachts nicht mehr schlafen oder einfach aus dem Fester blicken, aus Angst, der Slender Man würde dort auf sie warten. Ein User berichtete sogar davon, er habe aus Furcht inzwischen einen Hammer unter seinem Kopfkissen versteckt.

Es kam, wie es kommen musste, innerhalb kürzester Zeit schaffte es die Figur Slender Man zu einem derart erstaunlichen Bekanntheitsgrad, dass sogar ein eigener Kanal auf Youtube für sie eingerichtet wurde. Doch je mehr der Slender Man über die bloßen Seiten des Forums, das ihn hervorbrachte, hinauswuchs, desto stärker wurde auch die Angst, die er schürte, und umso inständiger baten schließlich zahlreiche Leser, man möge doch endlich aufhören, den Mythos weiter aufzubauschen.

Wie lässt sich nun der Rummel, nein vielmehr die Angst vor einer Urban Legend erklären, die nachweislich auf der Fantasie einer einzelnen Person beruht und ursprünglich als Gag innerhalb einer kleinen Community angedacht war? Warum überhaupt erschafft man eine derart unheimliche wie unheilvolle Kreatur und würzt sie mit nur ein, zwei kleinen Kurzbeschreibungen, welche gekonnt das Interesse nach mehr wecken? Oder noch ein wenig weiter gedacht - warum weckt der Slender Man überhaupt Interesse und wieso schürt er bei Vielen eine derart tiefe Angst?

Die Erklärung ist so simpel wie einleuchtend. Der Erfinder hat offenbar in seinen eigenen, dunkelsten Kindheitstraumata gekramt und dabei das zu Tage gefördert, was uns alle, seitdem wir Furcht empfinden können, bevorzugt bei Dunkelheit unter unseren Decken bibbernd bis an den Rand des Wahnsinns treibt.

Alle, bei denen in jungen Jahren die Eltern vorm schlafen gehen nicht unters Bett schauen oder in den Schrank gucken mussten, heben jetzt bitte mal die Hand.

Ah ja. Dachte ichs mir doch.

Kennen Sie noch das alte Spiel aus dem Sportunterricht?

„Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?“

„Niemand!“

„Wenn er aber kommt?"

„Dann laufen wir davon!“

Und wir liefen damals, liefen durch die Turnhallen, über Sportplätze und Felder, nur damit uns diejenigen, die als schwarzer Mann gekennzeichnet waren, uns möglichst nicht erwischen konnten. Slender Man nun verdreht dieses Fangspiel ins Umgekehrte. Man soll sich bei einer Begegnung mit ihm plötzlich auf unerklärliche Weise von ihm angezogen fühlen, während man dennoch zeitgleich spürt, dass er einem nichts Gutes will.

Sehenden Auges ins Unheil zu rennen – welche Urangst könnte tiefer sein?

Während nun also im Forum zunächst sämtliche User einen Heidenspaß daran hatten, eine wirklich gut inszenierte Fantasiegeschichte mit immer mehr Bildern und Anekdoten zu füttern, verspürte dagegen eine parallel hierzu ansteigende Menge an Lesern genau jene Urangst auf einer nicht gerade rationalen Ebene. Es waren jene Menschen, bei denen der alleinige Gedanke an die bloße Existenz des Slender Man begann, am Rand des Unterbewusstseins zu nagen, und eigene, vergraben geglaubte Ängste wieder zum Leben erweckte.

Und schwupps! war das passiert, was Victor Surge wohl selber nicht vermutet hätte - eine Urban Legend war geboren.

Ich persönlich kann von mir behaupten, von dieser Art Angst bisher verschont geblieben zu sein, und habe mir eher mit einem Schmunzeln sämtliche Berichte durchgelesen sowie die Fotos angeschaut.

Naja.

Sämtliche Berichte und Fotos bis auf den Kanal bei youtube. Der ist - zugegeben - so verdammt gut gemacht, dass ich nach nur zwei Videos abschalten musste.

Wieso?

Weils auch bei mir irgendwo an irgendeinem Rand zu knabbern begann, ohne dass ich das überhaupt wollte. Ich grusel mich ja gerne mal, und dazu bitte gerne gut, aber dann doch immer in einer von mir selbstbestimmten Dosis.

Denn die Blöße, dass mein Mann in Zukunft unter unserem Bett nachschauen muss, möchte ich mir dann doch ersparen.

Freitag, 22. Oktober 2010

Risiko

Gestern ereilte mich um 08:30 Uhr ein Notruf, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte. Sicher, mit sowas rechnet man ja nie. Trotzdem warf er meinen ganzen Tag so dermassen über den Haufen, dass ich erst gegen 16:30 Uhr zu einem halbwegs normalen Ablauf übergehen konnte. Die Details wären nun zuviel, soviel kann ich jedoch sagen, dass gestern jemand gerettet werden konnte, bevor er elendiglich - in Ermangelung eines passenderen Ausdrucks, denn der trifft es haargenau - verreckte. Ich zolle jeder MTA, jeder Pflegehelferin, jeder Ärztin und und und Respekt, die sich solche großflächigen Geschwüre und eitrigen Wunden auf nacktem, durchlöcherten und bestialisch stinkendem Fleisch jeden Tag ansehen (müssen).
Gestern stand ich vor einer Wahl, die innerhalb von Sekunden getroffen werden musste:
Mache ich Arbeit strikt nach Vorschrift wie ein braver Angestellter und kann mir damit das Prädikat "menschlich ein Arsch" anheften? Oder gehe ich über meine Kompetenzen gewissermassen hinaus und tu das, was getan werden muss? Nämlich das, was meiner Meinung nach das Richtige ist. Es blieb nicht viel Zeit und ich entschied mich für Tor B.
Es kristallisierte sich gestern schon heraus und wurde mir heute noch einmal bestätigt - es war das Richtige.
Manchmal muss man eben mal ein Risiko eingehen. Wenn unterm Strich das herauskommt, was einen nachts gut schlafen lässt, dann war es jede Mühe wert.



Mittwoch, 20. Oktober 2010

Halloween in Heaven

Auch wenn es noch ein paar Tage bis dahin sind...
Lasst am 31.10.2010 die Wände wackeln, als gäbe es weder gestern noch morgen.
Für TON.
Für Peter.
Für uns alle.
Let it be Halloween in heaven.

Dienstag, 19. Oktober 2010

So richtig tief im Dreck...

... steckt derzeit Aline. Es sieht gar nicht gut für sie aus und sie hat auch keine Ahnung, wem sie überhaupt noch vertrauen kann. Die Katastrophe ist jetzt schon perfekt, doch wer Madame kennt, der weiss, dass sie immer noch eins draufsetzt. Mehr oder weniger freiwillig zumindest.
Diesmal aber scheint die Lage so ausweglos, dass selbst ihr Zynismus nicht mehr hilft.

Ob es Aline gelingen wird, ihr Leben und somit das Schicksal aller Ewigen zu retten?
Oder muss sie erneut eine Wahl treffen, die eigentlich keine ist, und vielleicht Konsequenzen tragen, deren Ausmaß sie nicht im Mindesten erahnt?
Und was führt einer von Darons Brüdern im Schilde, als er sie zu einem Spaziergang im Wald bittet?
Was für Prüfungen stehen Aline noch bevor...?

Ihr wisst ja - bis ich an den Seiten sitze, habe ich selber keine Ahnung, was sich sogleich ereignen wird.

Aber ich kanns kaum erwarten, es herauszufinden.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Wenn einer ein Buch selbst verlegt...

... dann kann er eine Menge erzählen.
Auf Grund der stetig steigenden Nachfrage nach Rezensionsexemplaren habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht und beschlossen, ein paar Zeilen zum Thema Buch, Rezensionen und Verkaufspreis zu schreiben.
In der letzten Zeit tauchte immer häufiger die Frage auf "Emily, ich führe einen privaten Buchblog und würde gerne über Dein Werk berichten. Kannst Du oder Dein Verlag - falls Du einen hast - mir vielleicht ein Exemplar zur Verfügung stellen?". Auch die Aussage "Ich würde es so gerne lesen, aber leider fehlt mir gerade das Geld..." las ich bereits in der ein oder anderen Mail.
"Auserwählt - Die Linie der Ewigen" ist im Books on Demand Verlag erschienen, kurz auch BoD genannt. BoD ist kein Verlag im klassischen Sinne, in dem Bücher nach traditioneller Art verlegt werden. Im Endeffekt liegt alles - je nach gewählter Paketgrösse - in der Hand des Autors. Natürlich kann man sich Lektorat, Covergestaltung und jegliche Art von Öffentlichkeitsarbeit hinzukaufen, allerdings blättert man dafür auch nicht gerade wenig hin.
Mein primäres Anliegen war es, die Geschichte in eine Form zu bringen und eventuell die ein oder andere Person mit der Thematik anzusprechen, so wie Ihr es auch auf der "Über mich"-Seite lesen könnt. Die Resonanz auf "Auserwählt" zeigt mir, dass das Interesse größer ist als erwartet, was mich gleichermassen überrascht und freut. Das Buch, so wie Ihr es im Handel seht, entstammt komplett meiner alleinigen Arbeit. Vom Cover bis zur Innengestaltung, alles wurde homemade fabriziert. Natürlich bat ich Freunde und Familie, mal drüberzuschauen und zu verbessern, doch da wir alle keine Profis sind, entkamen uns verständlicherweise auch die ein oder anderen Makel. Umso mehr freut es mich, dass Fremdrezensenten schreiben, darüber könne man großzügig hinwegsehen, da die Story einfach stimmt.
Nun ist es bei BoD nicht vorgesehen - auch hier der Unterschied zum klassischen Verlag - dem Autor Exemplare für den Eigenbedarf zur Verfügung zu stellen. Nein, streicht das. Richtig heißt es, es ist nicht vorgesehen, dem Autor Frei-Exemplare für den Eigenbedarf zur Verfügung zu stellen. Sprich, immer wenn man mich um ein Rezensionsexemplar bat, durfte ich selber das Portemonnaie zücken. Am Anfang habe ich das zwei-, dreimal gemacht und dabei schnell festgestellt, dass ich selber dies auf Dauer nicht leisten kann, will ich nicht gegen Ende des Jahres finanziell am Stock gehen. Andererseits aber möchte ich natürlich Euer Interesse erhalten, denn jeder einzelne Leser ist wertvoll. Entsprechend habe ich mich schlau gemacht und Euch auf der Rezensionsseite einen Link eingefügt, unter dem Ihr für Eure Blogs Exemplare anfordern könnt. Leider vermag ich nicht zu sagen, wie lange es dauert, bis die Bücher dann bei Euch eintrudeln. Bei manchen dauerte es seine Zeit, während andere sie in zwei Wochen vorliegen hatten. Meines Erachtens hängt das auch immer damit zusammen, wie stark sich die derzeitige Auslastung des Verlages gestaltet. Wer also kurz vor Weihnachten bei BoD anfragt, um noch schnell eine Lektüre für die Feiertage zu ergattern, kann sicher mit mehreren Wochen Lieferzeit rechnen. Deshalb gilt die Regel - rechtzeitig anfragen :-)
Nun kann man sich natürlich auch überlegen, weshalb das Buch den Preis hat, den es hat. EUR 22,90 sind wahrlich keine Kleinigkeit und auch ich würde mir die Investition logischerweise zweimal überlegen. Fakt ist, dass es bei der Gestaltung eines Buches in Eigenregie, noch dazu im "Druck auf Bestellung"-Verfahren, gewisse Vorgaben gibt, die zu erfüllen sind, um die Herstellungskosten zu decken. Mein Mann und ich waren so frei, mal über andere Kanäle zu recherchieren, ob der Preis, so wie er ist, auch dem entsprechen würde, was man bei entsprechender Auflage in einer traditionellen Druckerei zahlen müsste. Das Ergebnis hat uns doch sehr überrascht, denn es lautet schlicht und ergreifend "Ja". Sicherlich hatte die Möglichkeit bestanden, statt dem nun angegebenen Preis eine weitaus angenehmere Größe wie beispielsweise EUR 12,90 festzulegen. Das - und da beisst die Maus keinen Faden ab - würde sicherlich die Kauflust noch mehr anregen, als sie sowieso schon besteht. Jedoch sind wir hiermit dann wieder dort angelangt, wo wir angefangen haben, nämlich bei der Sache mit dem finanziellen Stock. Wäre "Auserwählt" für EUR 12,90 im Handel erhältlich, müsste ich bei jedem Mal, wo das Buch über die (virtuelle) Theke geht, um die zehn Mäuse aus eigener Tasche löhnen.
Ich habe mich mal schlau gemacht und nicht schlecht gestaunt, als ich in einigen Foren auf Autoren traf, die dies tatsächlich praktizieren. Das sind allerdings auch diejenigen, die für eine Mordssumme einen Doppeldecker chartern, damit er einen Werbebanner mit dem Buchtitel durch die Lüfte zieht.
Dass sich das so gut wie nie rechnet, kann man sich an fünf Fingern abzählen.

P.S.: Wie konnte ich nur das Wichtigste vergessen? Bitte schön:

Freitag, 15. Oktober 2010

*Snüff*


Diese Woche kam ein Paket vom Kaffeeröster.
Drin allerlei schöne Sachen für den Sport.
Wer mit mir twittert, weiss ja, warum der Titel des Blogs so lautet wie er da steht.



Erst heute hab ich ausgepackt.
Ein Paar Handschuhe, eine Kuschelfleecehose, ein Laufjäckchen mit Ipodtasche und ein warmhaltender Fleeceschal. Wenigstens den konnte ich gleich mal ausprobieren.


Der Mann sahs und lachte "Wie ein Ho.oli.gan beim Fußball!"
Pöh.



P.S.: Naja so ganz Unrecht hat er nicht *oi*
(obwohl ich unterm Schal ja grinse)

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Hühnchen oder Wellensittich?

Ein beinah typisches Gespräch in unserem Haushalt (so gut wie es geht aus dem Gedächtnis aufgeschrieben):
Er "Kennst Du noch das Bild, das ich Dir gemailt habe? Das mit dem Hahn, der über den Stamm läuft und die Hennen alle hinterher?"
Ich "Ja, wieso?"
Er (grinst) "Du weisst schon, so gehört sich das."
Ich "?"
Er (tratzt weiter) "Naja schon die Tierwelt macht uns vor, wie die Welt zu laufen hat. Die Frauen folgen dem Mann."
Ich "Ach Quark. Die Weiber lassen den vorlaufen und wenn der Stamm bricht und er ins Wasser fällt, dann machen die klugen Hühnchen wieder kehrt."
Er "Neinneinnein, sie folgen dem Hahn, wohin er auch geht."
Ich "Und wohin? Genau! In den Kochtopf!"
Er "Na aber ganz sicher nicht in unseren."
Ich (die Anspielung ignorierend) "Du stellst Dich also mit einem Tier gleich, dass in der Nahrungskette gaaanz weit unten steht?"
Er "Lenk nicht ab!"
Ich (grinse zurück) "Na gut, also wenn Du so sein willst wie ein Hahn, dann mach ichs wie die Wellensittichweibchen. Die sind Weltmeisterinnen im Durch-die-Nester-nudeln, wenn sie dann in anderen Umständen sind, holen sie sich einen Blöden, ders ausbaden muss, und kaum sind die Eier gelegt, geht das Weibchen wieder auf die Pirsch und lässt den gehörnten Alten mit dem Nachwuchs daheim sitzen."
Er "Ich geb Dir gleich nen Wellensittich."
Beide lachen.
Ich "Bringst Du mir bitte die Pfefferschoki?"
Er (schaut mich grinsend an) "Nur Hühner bekommen ihr Essen geliefert. Wellensittiche sind Selbstversorger."
...
Das Ganze ist natürlich mit einem gewissen Augenzwinkern zu lesen, da mein Mann gerade versuchte, mich aufzuheitern.

P.S.: Die Schoki hat er mir dann doch noch gebracht.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Vorhin hab ich fast geheult...

... vor Schmerzen.
Als der blöde Busfahrer sah, wie ich humpelnd zur Haltestelle hastete.
Und sich, wenige Meter bevor ich die Tür erreichte hatte, dazu entschied "Och nö, die nehm ich nicht mehr mit."
Danke.
Wirklich hundertausend Dank.

Morgen gehe ich zum Doc.
Das ist ja echt kein Zustand mehr.
Bis dahin betäube ich mich mit rotem Traubensaft und einer dunklen Pfefferschoki.
Irgendein Trösterchen muss schließlich sein.

Montag, 11. Oktober 2010

A day at the bookfair...

Comicfiguren.
Überall nur Comicfiguren.
Schon am Frankfurter Hauptbahnhof begegnen mir die Advent Children um Cloud Strife. Automatisch halte ich Ausschau nach Sephiroth. Moment, ich muss mich schnell mal zwicken. Schlummer ich vielleicht grad noch im Zug und erlebe einen schönen Traum?
Vor der Messe treffe ich die Autorin Carol Grayson (Link findet Ihr in der Blog Liste unten) und Gothic-Model Vero.
Karsten von Chichilli (http://www.chichili.de/) eilt uns schlotternden Rotköpfen entgegen, händigt uns unsere Ausweise aus und geleitet uns per Messebus in die Halle 4. Auf der Fahrt staune ich Bauklötze ob der unzähligen Kostüme. Auch wenn ich in einer Großstadt lebe - so was hab ich noch nicht erlebt.
Am Stand angekommen die nächste Überraschung - Tarvios (http://twitter.com/#!/Tarvios) steht schon mit Kamera und Co. bereit. Ich.bin.doch.nicht.geschminkt! Dafür hätte ich statt um 4 Uhr dann doch um 3 Uhr aufstehen müssen. Gott sei Dank ist Tarvios supersympathisch und gewährt uns kopflosen Hühnern die Möglichkeit, uns zu sammeln bzw. auf der Damentoilette herzurichten. Die Zähne passen übrigens super und dank Haftcreme bleiben sie dort, wo sie hingehören. Nachteil - die Creme schmeckt wie manche Leute riechen (würg). Quasi noch halbnackt mit den Kleidern kämpfend sprechen uns bereits viele Damen an, wie toll sie doch unsere Kostüme finden. Da lacht Vero "Wieso Kostüm? Ich laufe jeden Tag so rum."
Nach erfolgreicher Petticoatbändigung erfolgt schließlich ein kleines Interview mit Tarvios, und Carol liest ein Kapitel aus "Lux Aeterna". Einige Zuhörer lassen sich danach mit Vero alias Lady Alderley und mir alias Vampirfürstin Miriam fotografieren. Die Zähne kommen prima an. Erstaunlicherweise sehe ich den ganzen Tag niemand anderen, der damit rumläuft. Hätte ich jetzt nicht erwartet.
Nachdem Carol, Vero und ich uns durch einige Gänge in Halle 3 gekämpft haben, um diverse Gratishörbücher und Lesezeichen unters Volk zu bringen, kehren wir plattgedrückt wie Flundern zum Stand zurück. Das ist ja Wahnsinn! Die Leute drängeln und schubsen, als würde es vom Objekt ihrer Bücherbegierde niemals mehr einen Nachdruck geben. Und trotzdem wir unsere liebe Mühe haben, voranzukommen - besonders Vero mit ihrem Petticoat - hat das alles ein ganz besonderes Flair. Geschriebene Worte zu Milliarden, eingehüllt in tausende Cover und lobgepreist in zahlreichen Lesungen. Magie liegt greifbar in der Luft. Mir ist, als flatterten kleine Bücher mit Flügeln um meinen Kopf herum und ich staune, staune, staune... staune.
Später bewaffnen Vero und ich uns erneut mit CDs und Schlüsselbändchen, die wir bei strahlendem Sonnenschein an die Leser zu bringen gedenken. Die Leute reißen uns die Sachen teilweise aus den Händen, und ein süßer, kleiner Bub zupft Vero am Rock, ob er nicht auch eine CD haben könne. Wie gern hätten wir hier die Chance ergriffen, sogleich mit der frühkindlichen Szenenprägung zu beginnen, doch vertrösten wir den kleinen Fratz mit der Aussage, dass das wohl eher was für die Mama sei. Als er meine Zähne sieht, versteckt er sich hinter Muttis Jeans "Mama, guck mal, ein Vampir!" Sofort verkneife ich mir das Lachen und zwinkere ihm aufmunternd zu. Die Mama befürwortet, warum wir keine CD an Junior geben, doch auch ihre Erklärungsversuche fruchten nicht. Sohnemann ist eingeschnappt und wirft uns zum Abschied ein trotziges "Schüss!" entgegen. Wie gesagt, Absatz ist ja schön und gut, aber auch Dunkelherzen sollten dabei nicht über Leichen gehen.
Von jetzt an tauchen wir ein ins Wunderland, es fehlen nur noch Alice und das Kaninchen.
Kaninchen?
Kaninchen!
Wir entdecken auf unserer Tour Frank, den Hasen aus "Donnie Darko". Der Arme weiß gar nicht, wie ihm geschieht, so schnell ist er von uns umzingelt und auf Kamera gebannt. Wir fühlen uns wie ein Kind im Süßigkeitenladen, so viele atemberaubende Kostüme, an denen sicher nächtelang gebastelt wurde, säumen unseren Weg. Foto links und Foto rechts, und während wir Motive über Motive sammeln, werden wir selber zigfach geknipst. Gefühlte 100 Mal dürfen wir posen, sogar für zwei Damen aus Indien. Ich hoffe, wenn sie nach Hause kommen, berichten sie von den beeindruckend fantasievollen Deutschen und nicht vom Land der Spinner und Freaks. Ist so eine Art Gratwanderung - Völkerverständigung mit Imagepolierung. Aber bitte schön sparsam dosiert, denn allzuviel ist ungesund. Sollten die Damen dies hier lesen, so sende ich ihnen "Namaste" und hoffe, sie hatten ebenso viel Spaß wie wir.
Bewundernswert ist das Posingtalent all derer, die wir um ein Foto bitten. Vielleicht bin ich - trotz bayerischer Großstadtprägung - hierfür doch zu unbedarft. Ja, hier gibbet dat einfach nich! Chronische Mundtrockenheit ist mein ständiger Begleiter, so offen steht mir selbiger den ganzen Tag.
Nach vier Stunden schmerzen langsam die Füße, besonders weil Vero und ich ja podologisch beeinträchtigt sind. Allmählich beginnt sich die Messe zu leeren und die bunten Scharen strömen gen Bahnhof. Auch wir machen uns langsam auf den Heimweg, jedoch nicht, ohne meinem Mann noch ein Geschenk zu besorgen. Dieses wird im Zug natürlich sofort angelesen und rutsch sind die ersten hundert Seiten durch (wer gern lacht, dem sind "Die Kängaru Chroniken" von Marc-Uwe Kling hiermit wärmstens ans Herz gelegt).
Trotzdem ich nur wenig Zeit auf der Messe verbringe und nicht mal eine Halle zur Hälfte besichtigen kann, finde ich den Tag rundum gelungen angesichts des allgegenwärtigen Flairs.
Es sind meiner Meinung nach nicht die Bücher, die eine / diese Messe prägen.
Nein, es sind die Besucher, die Leser, die Fans.
Es ist ihre Begeisterung für Themen aller Art, egal ob bunt oder uni, hell oder dunkel, real oder fiktiv - Hauptsache, jene stehen auf Papier. Sie kleiden sich wie ihre Helden, verkörpern deren Charaktere und verleihen ihnen dabei gekonnt eine ganz eigene, persönliche Note.
Fantasie, wohin das Auge blickt. Ein Eldorado an Inspiration.
Bücher, das sind nicht nur Worte. Nicht nur Seiten voller Buchstaben.
Bücher sind Tore in andere Welten, die dem Leser real verschlossen bleiben. Durch sie kann man dem Hier und Jetzt entfliehen und sich in ferne Sphären träumen, während man in der vollgestopften S-Bahn sitzt.
Es sind kleine Oasen in der sonst so verdörrten Alltagswüste, die unser Leben vielfach bereichern, und dabei eben jene Pflege benötigen, damit ihre Quellen nie versiegen.

Nun noch einige Impressionen. Sollte sich jemand auf den Fotos wieder erkennen, darf er sich gerne bei mir melden, damit ich die Fotos entsprechend beschriften kann :-D

Buchmesse Frankfurt

Samstag, 9. Oktober 2010

♥ Morgen gehts zur Messe ♥

Alles zusammengesucht und vorbereitet.
Theoretisch müsste ich um 22:00 Uhr ins Bett, damit ich meine sechs Stunden Schlaf krieg. Drunter wirds schwierig, ich hoffe dabei aber auf das Adrenalin der Vorfreude.
Und auf ein, zwei Ruhestunden im Zug.
Um 4:00 Uhr aufstehen.
An einem Sonntag.
Wie verrückt kann man eigentlich sein?

bedd


P.S.: Kinder - ich freu mich auf Euch ♥

Sonntag, 3. Oktober 2010

Kribbelitis

So langsam werd ich kribbelig. Heute in einer Woche geht es auf zur Frankfurter Buchmesse. Schon vor meinen schriftstellerischen Ambitionen war das immer ein kleiner Traum von mir. So viele Bücher auf solch grossem Raum - schweig still, mein flatterndes Dunkelherz

Lesung aus dem Teesatz




Der Tee hierzu hiess lustigerweise "Kleine Sünde".
Was das wohl zu bedeuten hat..?

Samstag, 2. Oktober 2010

Musik, Musik, Musik!

Heute wars sehr anstrengend. Hätte den ganzen Tag nur schlafen können. Die Doppelbelastung Job / Buch schlaucht doch sehr, und wenn dann noch Sport und Haushalt hinzukommen, aber wem erzähl ich das..?
Also heute alles brav abgenudelt, sogar wieder ein (kleines) Kapitel geschafft und dabei Musik von Lacrimas Profundere und Delain gehört. Irgendwie hats mich gezwickt, mal nach ner Tour zu gucken. Und tatsächlich - im Mai 2011 kommt Delain in unsere Stadt. Nachdem ich mich dieses Jahr bereits in den Hintern gebissen hatte, weil ich die Lacrimosen um einen (ei-nen!) Tag verpasst hatte, soll mir das mit Delain nicht auch passieren. Schnell das Kärtsche gezückt und Tickets geordert. Der Mann meinte 'Da ist doch noch so lange hin...' Sicher ists das. Und dann sind die Karten entweder weg oder sonst was. Sollte uns wirklich bis dahin was dazwischen kommen, weiterhauen kann man sie allemal. Willabanich. Willhin. Schaun mer mal.



Freitag, 1. Oktober 2010

Wenn man denkt, es geht nicht mehr...

Diese Woche hatte es in sich und wird mit einem "Endlich Wochenende!" quittiert. Umso mehr freut es mich, Euch zum Ausklang gleich zwei Highlights präsentieren zu können.

Zunächst wäre da eine neue Rezension auf Lovelybooks von BTOYA, zu finden hier auf der Rezensionsseite sowie unter

http://www.lovelybooks.de/autor/Emily-Byron/Auserw%C3%A4hlt-402676858-w/

(einfach runterscrollen).

Zum anderen freue ich mir nen Wolf über die neue SPECFLASH, absolut lesenswertes Magazin und zum nahenden Halloween absolut trefflich gestaltet. Meinereiner ist auch mit von der Partie in "Neue Künstler braucht das Land":

http://www.specflash.de/index.php

(auch unter Interviews zu finden).

In diesem Sinne ein dickes Danke an BTOYA und Rainer von SPECFLASH.
Ihr habt mein Wochenende verschönert.